Pressestimmen 2005

Was kann eigentlich Helene?

„Dabei werden tolle Fragen gestellt und (hoffentlich) auch beantwortet: Was hat das Ruhrgebiet mit Karaoke zu tun? Wieso wird man aus Deutschland abgeschoben? Wie kann ein Gedicht eine Landschaft besuchen? Und was macht eigentlich Helene? Die jungen Kurzfilmautoren sind wieder interessanten Themen auf der Spur.“
sw, WAZ 18.11.2005

Wenn der Blick nicht trübt

„Das regionale Festival zeigt Filme vom FilmemacherInnen aus der Region oder über die Region des Ruhrgebiets. Dieser zweifache lokale Bezug bestimmt das Profil des Festivals und damit den Rahmen für Austausch, Konfrontation und Auseinandersetzung. Innerhalb dieses Rahmens aber gewährt das Festival größtmögliche Freiheit: weder Form, noch Genre, weder Länge noch ästhetischer Zugang sind vorgeschrieben.
[...] Dennoch machen die Bilder die Jahr für Jahr im Festival laufen, deutlich, dass die Art und Weise, wie die Region gesehen wird, einem konstanten Wandel unterliegen. Bilder aus den Zeiten des schlaglichtartigen öffentlichen Interesses am Ruhrgebiet haben alle im Kopf. Gerade diese widerspenstigen Assoziationen von durch Arbeitskämpfe und Strukturwandel geprägten Menschen und Landschaften aber stehen oft in erstaunlichem Widerspruch zu den auf Film und Video aufgezeichneten Eindrücken, aus denen blicke sein Programm zusammenstellt.“
PEL, Trailer November 2005

Mit Genauigkeit und Melancholie

„Und schließlich am Sonntag, 15.15Uhr, das Sonderprogramm ‚Genauigkeit und Melancholie – Durch das Ruhrgebiet mit Klaus Wildenhahn (1978-1988)’.
Zu sehen sind fünf Filme, darunter ‚Der Nachwelt eine Botschaft’ und ‚Stilllegung’. Unter den Filmemachern, die den Strukturwandel des Ruhrgebiets dokumentierend begleitet haben, nimmt Klaus Wildenhahns Auseinandersetzung mit dem Thema eine Sonderstellung ein. Wie genau das aussieht, ist bei den ‚Blicken’ zu erleben.
etz, WAZ Bochum 23.11.2005

Rumänien – ein Land voller Hoffnung.

Das 13. Festival „Blicke aus dem Ruhrgebiet“ hat begonnen
„Wenn dann am Eröffnungstag ein kleines Juwel wie ‚Pur si simplu’ von Antje Grez läuft, hat sich der Weg ins Kino Endstation schon gelohnt. Eine 75-minütige Dokumentation aus Rumänien. Vier ehemalige Heimkinder porträtiert der Film. Und wo einem zu rumänischen Kinderhorten die schockierenden Bilder einer ‚Stern’-Reportage einfallen, zeigt Antje Grez, dass man dort auch ohne Trauma aus dem Heim kommen: Vier aufgeweckte Burschen lernen wir kennen.“
Kai-Uwe Brinkmann, RN Kultur 26.11.2005

Was guckst Du auf den Pott?

„Über die Preisträger entscheidet eine Jury aus Filmerfahrenen. Ihre Kriterien finden sie während des Festivals . Zu schwierig sei es, vorher gemeinsame Punkte für professionell und amateurgedrehte Filme zu finden.
[...] Gemütlich das Ambiente, kurzweilig das Programm und familiär die Atmosphäre.“
Jo, Ruhr Nachrichten 28.11.2005

Langsam tickt die Zeit in der Provinz.

Kino: Viel Sehenswertes beim Festival „Blicke aus dem Ruhrgebiet“
„Auf dieser Linie liegt auch Bozena Leschczyks Schlesien-Film ‚Kapusta’. Alte Leute, Polen und Schlesier, leben gut und nachbarlich in Dörfern, in denen die Zeit ganz langsam tickt.
[...] Gut, dass das Festival sich in diesem Jahr für Produktionen aus der Türkei geöffnet hat. So ist ein Land repräsentiert, das bei uns viele Einwanderer stellt und man bekommt eine Ahnung vom (studentischen) Filmschaffen in der Türkei. Stark wieder die Dokus: ‚Born to be a leader’ von einem Studenten-Kollektiv zeigt den Wahlkampf eines Gemeindevorstehers. Der setzt sich eitel in Positur wie ein Staatsmann, geht vor der Kamera Klinkenputzen, erfährt aber eine Niederlage. Beredsam und hintersinnig.“
Kai-Uwe Brinkmann, RN Kultur 28.11.2005

Rituale eines belgischen Künstlers

„‚Planvoll wilde, durchdacht intuitive und unterhaltsam anspruchsvolle’ Zusammenstellungen der 40 besten Filme wurden in bis zu 90-minütigen Programmblöcken präsentiert. Im Anschluss bekam das Publikum Gelegenheit, die Filmemacher kennen zu lernen und mit ihnen bei einer Art Podiumsdiskussion über ihre Arbeit zu reden.“
WAZ Bochum 30.11.2005