Ausstellungen Installationen Loops

Seit 2009 setzt „blicke“ mit der Präsentation von medienkünstlerischen Arbeiten ganz bewusst einen Kontrapunkt zur klassischen Präsentation von Filmprogrammen im Kinosaal. In der Rubrik Medienkunst werden audiovisuelle Arbeiten vorgestellt, die sich aus dem standardisierten Format des Kinos lösen und sich für erweiterte Konzepte von Raum und Zeit interessieren. Einige Arbeiten, die speziell für das Festival entstehen, beziehen den konkreten Ausstellungsort mit ein und entwickeln ihre jeweilige Einzigartigkeit aus einer Symbiose mit den räumlichen Gegebenheiten. Der spezielle Umraum wird nicht wie im Kino ausgeblendet, sondern im Gegenteil zum konstitutiven Teil der Arbeit und so in seiner Potenzialität verblüffend neu erlebbar. Anders als die im Kinosaal gezeigten Filme, besetzen die medienkünstlerischen Arbeiten ihren Ort für die gesamte Festivaldauer und verschmelzen so mit ihm. Die stete Wiederkehr des Loops ermöglicht es, alternative Formen von Zeitlichkeit und Dauer zu erproben und so gänzlich andere, eigenwillige Geschichten zu erzählen. Es sind sprunghafte, spielerische, aber auch insistierende und weitschweifige Erzählungen, die die Besucher des Festivals überraschen, anregen und dazu einladen, erneut zurückzukehren.

Daniel Burkhardt