Medienkunst 2014

Raum 6 

„Tacit in nature“ 2014 Loop 15‘, 5.1 surround sound

Eine 2-Kanal Videoinstallation von Freya Hattenberger und Peter Simon

In der Videoinstallation „tacit in nature“ sind an beiden Stirnseiten des Raumes Projektionsflächen angebracht. Der Raum selbst ist dunkel. Eine 5.1 Surround Wiedergabe von Sound lassen den Betrachter direkt in das „stillschweigende Gespräch“ der beiden Protagonisten mit eintauchen.

Auf den Screens  stehen sich 2 Personen gegenüber. Es bleibt unklar, in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Jeder Screen hat seine eigene Sequenz, deren Abfolge mit der des anderen zusammenhängt.

„Tacit in nature“ ist eine Untersuchung mit filmischen Gestaltungsmitteln. Stillschweigend und implizit werden auf der visuellen Ebene Informationen zwischen den Protagonisten ausgetauscht, ein Dialog ohne Worte. Die Sprache bleibt dabei vollkommen nebensächlich und dient nicht der Klärung der Situation.

Der Raum zwischen den beiden gewinnt an Wichtigkeit und bestimmt den Verlauf der „Geschichte“.

Freya Hattenberger, geboren 1978 in Offenbach am Main, lebt und arbeitet in Köln. 2001 Beginn des Studiums an der Kunsthochschule für Medien Köln, Studienfach Medienkunst (bei Jürgen Klauke, Marcel Odenbach und Matthias Müller), 2006 Diplom (mit Auszeichnung). 2007 bis 2008 künstlerische Recherchen und Arbeitsaufenthalt in Amsterdam. 2008 Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium sowie Förderpreis des Landes NRW in Medienkunst. 2009 – 2010 Teilnahme am Transfer France – NRW Programm.
Hauptsächlich performativ arbeitend, bildet Körper und (sozialer) Raum den zentralen Aspekt in ihren Arbeiten. Dabei interessieren sie besonders Fragen der Repräsentation, Verhaltensformen und der Autonomie. Die oft autobiographischen Elemente liefern bewusst Fläche zur Irritation, eine subtile Ironie sucht eingeschliffene Wahrnehmungsmuster auszuhebeln.

Peter Cesary Simon, geboren1969 in Czenstochowa, Polen. 1983 Immigration nach Deutschland. 1991 bis 1995 Studium der Physik und Elektrotechnik an der Ruhr- Universität Bochum, 1995 bis 2000 Studium der Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Arbeitet mit Film, Video und Klang. Verbindet die unterschiedlichen Medien in skulpturalen, installativen, interventionistischen und konzeptuellen Arbeiten. Kuratiert Klangkunst- und Experimentalfilm-Programme, u.a. die Lautsprecher-Serie des Museum Ostwall, Dortmund. Lebt und arbeitet in Köln. 

Foyer

lockedIN  2014 endlos Handyfilm

Leuchtstoff: Peter Mäder, Ralf Friedrich, Wolfhard Lieber

8 Smartphones
10 Finger
12 Klänge

Finger, die damit beschäftigt sind, imaginäre Bildschirmbefehle auszuführen. Die tippende Person könnte im Handy eingeschlossen sein. Ihre Befehle werden immer intensiver, führen aber zu keinem sinnstiftenden Ergebnis. Eine neue Perspektive auf eine Beschäftigung, die uns alltäglich und überall begleitet.

Leuchtstoff 1982 in Witten gegründet, bewegt sich seitdem im Spannungsfeld von Foto, Video, Audio, Performance, Plastik und Installation. Mit ihrer Kunst sind sie in Tiefgaragen, Containern, Kirchen, Höhlen und Kunstvereinen, auf Zechen und Festivals unterwegs.