blicke aus dem ruhrgebiet präsentiert:
blicke aus dem ruhrgebiet, das Festival für Video und Film in Bochum hat die langjährige Verbundenheit mit der Regisseurin zum Anlass genommen, Rising Tones Cross als einzigartigen New-York-Film und sensationelles Jazz-Dokument am 21.11.2004 im Studio 108 des Bahnhofs Langendreer zu zeigen und Ebba Jahn einzuladen.
21. 11. 04, 11.00 Uhr
Studio 108 im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, Bochum
Rising Tones Cross
Als Anfang der 90er Jahre wurde der Tenorsaxophonist Charles Gayle im Alter von über 50 Jahren in der Free-Jazzszene als sensationelle Entdeckung gefeiert wurde, gab es über ihn den Mythos, er hätte jahrelang auf den Strassen New Yorks gelebt und gespielt.
Der Film „Rising Tones Cross“ von Ebba Jahn ist 10 Jahre vorher entstanden und zeigt, dass dieser Mythos wahr ist. In atmosphärischen Bildern gibt der Film, der mittlerweile selbst eine verschollene Sensation und endlich bald als DVD erhältlich ist, einen Einblick in das Leben und die Erfahrungen von vornehmlich afroamerikanischen Jazzmusikern. Zwischen künstlerischer Freiheit und wirtschaftlicher Not behaupten sie sich in einem Amerika, zu dessen Kultur sie einen einzigartigen Beitrag liefern und von dem sie trotzdem kaum wahrgenommen werden. Dort, wo man den „Jazz in jeder Ecke riechen“ (P. Kowald) kann, ist er dem weißen Amerika wenig wert, und seine Aufsehen erregenden Momente entstehen auf der Grundlage von Armut und Rassismus.
Charles Gayle
Ebba Jahn, eine Filmemacherin, die jahrelang im Ruhrgebiet drehte und seit den 80ern in New York lebt, hat sich 1984 mit der kürzlich verstorbenen Wuppertaler Bass-Legende Peter Kowald in der Stadt umgesehen und Bilder gemacht von Musikern, von denen es kaum Tondokumente gibt. Einige von ihnen (wie Don Cherry, Jeanne Lee) sind nicht mehr am Leben, andere (wie Gayle und William Parker) haben lange nach diesem Film endlich den Durchbruch geschafft und sind heute Leitfiguren der neuen Free-Jazz-Welle.
RISING TONES CROSS – A JAZZ FILM BY EBBA JAHN
Deutschland/ USA 1984. Mit: Peter Kowald, Charles Gayle, William & Patsy Parker, John Zorn, Wayne Horvitz, Billy Bang, Charles Tyler, Don Cherry, Peter Brötzmann, Irene Schweizer, Rüdiger Carl, Rashied Ali, Jemeel Moondoc, Marilyn Crispell, Dennis Charles u.v.a.
Hinweis: Die Inhalte auf unseren Internetseiten sind für alle Versionen der verschiedenen Browser zugänglich. Dieser Browser scheint die grundlegenden Web Standards nicht zu unterstützen, das heisst es werden nicht alle Gestaltungselemente auf dieser Seite angezeigt. Wir unterstützen die Mission der Web Standard Project Campaign (engl. Text) und bestärken die Nutzer ihre Browser upzugraden.