Samstag 29. Oktober / 13.30 - 15.30 Uhr
Jahrhunderthalle Bochum - Zelt,
Gahlensche Straße
aus: En Garde
MELEZ ist ein dreitägiges deutschtürkisches Kulturfestival für Musik, Tanz, Theater, Film, Literatur und Performance. Am zweiten Tag - Samstag, 29. Oktober - stellen sich deutschtürkische RegisseurInnen Fragen wie:
Wollen deutschtürkische FilmemacherInnen, wenn sie in Deutschland drehen, wirklich das zum Ausdruck bringen, was man ihnen häufig unterstellt: diese Mischung aus Vertrautheit und Fremdheit, Verständnis und Eigensinn und den genauen Blick auf die soziale Realität des Landes? Und was wollen sie wem sagen, wenn sie Türkei zum Schauplatz ihrer Filme machen?
ist kurdische Deutsche und kam 1978 von Malatya nach Hamburg. Sie studierte Philosophie, Kulturwissenschaft und Deutsch. Daneben realisierte sie Kurzfilme, unter anderem „Fremdennacht“ über den Selbstmord des Asylbewerbers Kemal Altun (1983). Nach der Realisierung mehrerer Fernsehproduktionen ist „En Garde“ ihr erster Kinofilm.
„Fremdenacht“ (1992) „Ein Fest für Beyhan“ (1994), „Auslandstournee“ (1999), „Fickende Fische“ (2001/2002)
En Garde. 2003/2004
Als Alices Großmutter stirbt, wird sie von ihrer Mutter in ein Heim gebracht. Dort trifft sie Berivan, die voller Leben ist und genau wie Alice eine Außenseiterin. Sie ist die einzige Person, die Alices Geheimnis von ihrem psychosomatisch hypersensiblen Hörvermögen kennt. Eine schwierige Freundschaft beginnt. Und Berivans Aufenthaltsgenehmigung steht auf der Kippe.
“En Garde“ 2004 in Lucarno mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde.
lebt in Duisburg. Ayten hat Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie und Film studiert. Ihre Kurzfilme „Gülüzar“ (1994) und „Ohneland“ (1995) wurden auf vielen Festivals gezeigt. Unter anderem gestaltet Ayten Workshops und hält Vorträge zum Thema Film. Seit 1999 dreht sie Dokumentarfilme über Bikulturalität und Schnittstellen zwischen den Kulturen für ZDF / ARTE.
Menschen auf der Treppe (1999), Wie Zucker im Tee (2001), Mahrem öffne Dich (2003)
Out of Istanbul 2005
Obwohl Homosexualität in der Türkei strafrechtlich nie verfolgt wurde, bleibt sie ein Tabuthema - auch in Istanbul, der Vorzeigestadt für eine moderne Türkei. Nur in Vergnügungsvierteln wie Beyoglu gibt es öffentliches homosexuelles Leben. Nicht anders ist es in den türkischen Gemeinschaften in Deutschland, wo Ausgrenzung die Regel ist. Homosexualität bleibt eine schwere Grenzüberschreitung - egal, ob in der Türkei oder in Europa.
“Out of Istanbul“ war am 30. August ’05 auf ARTE zu sehen.
Sinan Akkus / Köln
In Kooperation mit blicke aus dem ruhrgebiet
Moderation; Gabi Hinderberger
ist 1980 aus dem kurdischen Teil der Türkeinach Hamburg gezogen. Dort studierte an der Hochschule für Wirtschaft und Politik und von 1992 bis 1998 Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste. Gleichzeitig drehte er - z.T. preisgekrönte - Dokumentarfilme u.a den biografischen Film “Mein Vater, der Gastarbeiter“. "Aprilkinder" (1998), das Porträt einer kurdischen Familie zwischen Tradition und Moderne war sein erster Spielfilm.
Die Hoch-Zeit (1992), Coromandel (1993), Freedom Pension (1993), 100 und eine
Mark (1994), Mein Vater, der Gastarbeiter (1994/95), Aprilkinder"1998
Kleine Freiheit. 2003
Mitten auf St. Pauli arbeitet der junge Kurde Baran als Laufbursche in einem Imbiss. Bevor er an seinem 16. Geburtstag abgeschoben wird, taucht er ab. Eines Tages begegnet er Chernor, der ebenfalls ohne Papiere lebt. Trotz einem Leben auf der Hut ist ihre Freundschaft eine Zeit lang unbeschwert. Doch dann taucht ein älterer Kurde auf, Selim, der Mann, den Baran für den Tod seiner Eltern verantwortlich macht.
“Kleine Freiheit“ ist Yavuz’ zweiter Spielfilm.
emigrierte 1969 nach Deutschland. Als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung studierte Sözen Wirtschaftswissenschaften und begann gleichzeitig mit der Arbeit als freier Journalist und Autor für zahlreiche Rundfunkanstalten, u.a. dem WDR. Sözen arbeitet als freier Journalist für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten. “Kalte Nächte“, die Geschichte einer Gruppe von Straßenkindern, war sein erster Kinofilm. Für „Zeit der Wünsche“ erhielt er den Grimme-Preis 2005.
Zwischen Bottrop and Bosporus – Heimweh auf türkisch (1988), Sehnsucht (1990), Kalte Nächte (1994), Winterblume (1997), „Klaus der Geiger – L’ histoire de Klaus le Voiloneux (2000), Gott ist tot. Mit Götz George. (2002)
aus: Zeit der Wünsche
Zeit der Wünsche. 2004
Das Leben in einem kleinen anatolischen Dorf ändert sich für Melike, Mustafa und Kadir, als Deutschland in den 60er Jahren verstärkt türkische Arbeitnehmer anwirbt. Mustafa und Kadir verlassen die Heimat, Melike bleibt zurück. Erst nach Jahren, in denen die Ehe scheitert, die ihr von der Familie aufgedrängt wurde, folgt Melike dem geliebten Mustafa nach Köln.
1973 von Erzincan/Türke nach Deutschland gekommen, lebt zurzeit in Köln. Akkus studierte in Kassel Philosophie und Germanistik und dann Visuelle Kommunikation. 1994-98 Mitarbeit in den Bereichen
Kamera, Schnitt und Konzeption von Imagefilmen in der Kasseler Film- und Fernsehproduktionsfirma B.L.&P. 1995 Kuba-Aufenthalt an der Escuela internacional de Cine y TV. “Sevda heißt Liebe" (2000) war sein Abschlussfilm an der Hochschule für bildende Künste Kassel.
Schnell und sauber, (1994), Mission Cuba 1995), Zeig Dich!!! (1995), Der Mann der fasziniert (1999), Sabine auf der Hadsch (2000), Sevda heißt Liebe (2000)
Lassie. 2003
Der Kurzfilm erzählt die Geschichte von drei Vorstadtganoven, die in Köln ihren Unterhalt mit Schutzgelderpressung verdienen. Zu ihnen gehört auch ein neuer Kampfhund. Auf der Suche nach der besten Kuttelsuppe platzen sie in die Dreharbeiten zu einem Werbespot für eine Dönerbude. Dabei rettet Lassie tatsächlich Leben.
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