Das 14. Festival für Video und Film ging am 26. November 2006 mit der Preisverleihung zu Ende.
Karl Tebbe
Der Film überführt Auswüchse von Kriegszusammenhängen und belebt sie auf der Spielzeugebene. Der Detailreichtum, die dramaturgische Umsetzung und die Unaufgesetztheit des Films haben die Jury überzeugt.
Walid Dost
Der Film überzeugte die Jury durch seine authentische, spontane und selbstreflexive Art.
Ibrahim Hoveyes
Auf eine schnelle und unmittelbare Art und Weise stellt der Film seinen Protagonisten Ibrahim Hoveyes in dessen gewohnter Umgebung frisch und sympathisch vor.
Sebastian Müller, Paula Hollekamp
+ Marius Dickmann
Die Jury hat sich zu einer Erweiterung bzw. Re-Interpretation des Begriffs „Integration“ unabhängig von Nationalität entschlossen und damit ein Dokument der Anfänge einer Integration gewürdigt.
Der Film setzt eine ebenso klare wie wirksame Idee frisch und überzeugend um, wobei Marius, der Protagonist, den Film durch seine Präsenz und Selbstreflexivität entscheidend mitprägt.
Michael Maas
Michael Maas erhält den Preis der Geschichtskultur für das Nahebringen einer originären Ruhrgebiets-Jugendkultur, die sich von Generation zu Generation in ihrer Faszination fortsetzt, für sein Gespür in der Annäherung an die Interviewpartner und den souveränen Umgang mit dem Material und den Zeitebenen im Film. Die Jury weist ebenso auf den besonderen Umstand hin, dass Michael Maas den Film komplett alleine konzipiert und umgesetzt hat.
Martin Brand, Tommy Finke
Querdenken heißt, Konventionen zu widersprechen, Bekanntes gegen den Strich zu bürsten. Der Querdenkerpreis geht daher an einen Film, der innerhalb der Jury kontrovers diskutiert wurde. Er polarisiert, weil er eine Zufallssituation mit einfachen Mitteln verfremdet. Die Manipulation entspricht dem Empfinden des Filmemachers während der Aufnahme, dennoch bleibt er ein weitgehend offenes, hoffentlich provokantes Fragment.
Christopher Schilz
Der Animationskünstler Christopher Schilz schafft es, den Zuschauer durch den raffinierten Einsatz einer minimalistischen Erzählform und eines computergenerierten Erzählers, der überzeugend durch verschiedene Genres führt, zu überraschen.
Simone Neumann-Salva, Tim Juckenack
Der zweite Teil des Ruhrgebietspreises geht an einen Film aus Bochum, der seine Grundidee oder sein Konzept in Choreographie und technischem Mitteleinsatz kongenial umsetzt. Es ist ein Tanzfilm, der sich erfolgreich bemüht, das Tanzen von der Bühne in einen sehr atmosphärischen Raum zu transferieren und in filmischem Stil (z.B. Stop-Motion) zu inszenieren.
Lobende Erwähnung:
Dana Savic
Eine private Innensicht. Die Gratwanderung zwischen Sterbeprotokoll, Intimität und Würde wird zwischen den Bildern erzählt.
Michael Maas
Die Jury bestand aus:
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Preisträger 2006 - Gruppenbild
von links nach rechts:
Christopher Schilz, Simone Neumann-Salva, Martin Brand, Miriam Gröber (für Karl Tebbe), Walid Dost, Ibrahim Hoveyes
JPG, 300 dpi, 390 KB
Infinite Justice
Karl Tebbe
JPG, 72 dpi, 61 KB
Leben in Querenburg
Walid Dost
JPG, 72 dpi, 57 KB
Hakan
Ibrahim Hoveyes
JPG, 72 dpi, 70 KB
Kanalkröpper
Michael Maas
JPG, 72 dpi, 102 KB
Attack
Martin Brand, Tommy Finke
JPG, 72 dpi, 50 KB
Who is Lewis?
Christopher Schilz
JPG, 72 dpi, 43 KB
Sonno di Se
Simone Neumann-Salva, Tim Juckenack
JPG, 72 dpi, 39 KB
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