Hier finden Sie ausgewählte Pressestimmen zu den vergangenen Festivals.
2004 | 2003 | 2002 und früher
„ ‚Wo sind die Orte der Kraft?’ ‚Was ist die zweite Heimat?’ ‚Wie geht man 100 Schritte nach vorn?’ Das sind Fragen, die nur das beliebte Filmfestival ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ beantworten kann.“
WAZ 10.11.2004
„Von einer bis 100 Minuten, von Zeichentrick bis Spielfilm, von Dokumentarstreifen bis Videoclip – es wird alles vertreten sein, wenn am Donnerstag die Klappe für das Filmfestival ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ fällt. An vier Tagen werden 41 Filme gezeigt, die die Auswahlkommission aus 186 eingereichten Arbeiten ausgewählt hat.
[...] Hier sei der Hafen, in den man gerne zurückkehre, vom dem aus zu starten aber auch angeraten sei.“
rs, Ruhr Nachrichten 23.11.2004
„Besonderen Wert legt das Festivalteam auf ein Nebeneinander von Profis und Amateuren – und diese Offenheit schafft eine besonders charmante und zwanglose Atmosphäre im Bochumer Kino Endstation.“
taz NRW 25.11. 2004
„ Die Ruhrgebietshochburg der Film- und Videoschaffenden ist Bochum. Mit acht Beiträgen führt die Stadt das Ranking des 12. Festivals für Video und Film ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ an. Dortmund und Essen folgen auf den Plätzen. Weit abgeschlagen sind Duisburg, Gelsenkirchen und Oberhausen.
[...] In lockerer Atmosphäre treffen sich Professionelle, Semiprofis und NewcomerInnen und stehen auch dem Publikum für Diskussionen zur Verfügung.
[...] Ein anderer alter Bekannter ist der Filmemacher Christoph Böll aus Sprockhövel, der sein Filmportrait über den im März verstorbenen Bochumer Maler und Grafíker Hänner Schlieker vorstellen wird.
[...]Preise für den Wettbewerb kommen unter anderem von der Gewerkschaft Verdi, dem WDR, der Stadt Bochum, der taz.
[...] Die kultige Samstag N8 ist den Fans und KurzfilmproduzentInnen des Super8 Formates gewidmet. Für sie stehen ratternde Projektoren bereit und gezeigt werden darf (fast) alles, versprechen die VeranstalterInnen.“
Bernd Schäfer, taz NRW 26.11.2004
„Jahr für Jahr sehen wir sie gern, die ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ im Kino Endstation in Langendreer, die auch der kleinsten Filmproduktion aus dem Revier ein beachtliches Forum bieten. An diesem Wochenende stieß das Festival zum zwölften Mal auf nachhaltiges Interesse.
‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ hat sich als Filmfestival in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet, weil hier Filme zu sehen sind, die im alltäglichen Kinobetrieb kaum eine Chance hätten. Innovativ sind sie, lebendig, ausgefeilt, unbequem: Wer sich dort eine Weile ins Kino setzt und die Augen offen hält, der kann was erleben.“
Sven Westernströer, WAZ 29.11.2004
„’Urban State(Ments) – Borsigplatz’ von Andres Rump wurde mit dem trailer-Querdenkerpreis ausgezeichnet: Ein Portrait von jungen Menschen, die sich dem Konsum verweigern und denen sich Rump sympathisierend nähert. Zu ihrem Lebensinhalt gehört das ‚containern’; sie durchsuchen die Mülltonnen der Wegwerfgesellschaft.
[...] Dass die Preise nicht Garant, aber manchmal ein Steigbügel für weitere filmschaffende Tätigkeiten sein können, betont Gabi Hinderberger, eine der Festival-Veranstalterinnen. ‚Azad’, ein im letzten Jahr ausgezeichnetes Doku-Drama von Murat Sivri und Ismail Kapla, wird demnächst von „3sat“ produziert. Marion Kains Film „Der Tag, der in der Handtasche verschwand“ – 2001 auf dem Blicke-Festival vorgestellt – erhielt 2002 gar den Grimme Preis.“
Bernd Schäfer, taz NRW 30.11.2004
Der Hundertminüter ‚Der Dschungel verändert sich nie’ von Martin D’Costa gewann sogar den Essay-Preis. Er erzählt von der schier endlosen Suche eines Deutschen nach seinen indischen Wurzel. Er benutzte die alte Geschichte des Dschungelbuchs auf seiner modernen Reise und musste am Ende einsehen, dass er nie das finden kann wonach er sucht.
[...] Außerhalb des regulären Wettbewerbs wurden in diesem Jahr Produktionen des polnischen Studenten-Filmfestivals ‚WeGIEL’ gezeigt. Die Verständigung zwischen den polnischen den Bochumer Gästen gestaltete sich mitunter schwierig. Dafür waren die gezeigten Filme eindeutig zu verstehen.“
virn, Ruhr Nachrichten 30.11.2004
„Zweimal Sieger: Vater und Preisträger zugleich ist der Lüner Jungfilmer Michael Kupczyk nun geworden. Mit seinem 90-Minüter ‚Nordstadt’ errang er bei dem viertägigen Festival ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ am Sonntag in Bochum den Publikumspreis. Am Montag zuvor wurde Söhnchen Paul geboren.
Beim Lüner Kinofest war die schwungvolle Gauner-Komödie außer Konkurrenz gelaufen.“
Barbara Höpping, Westfälische Rundschau Lünen 30.11.2004
„Bis dahin [10. September] kann jeder, Profi oder Amateur, Ruhrgebietler oder nicht, seine nicht-kommerziellen Filme einreichen. Der Bezug zum Ruhrgebiet sollte natürlich da sein, aber es ist zunächst erst einmal herzlich egal, ob er sich durch das Thema, den Drehort oder schlicht den Wohnsitz des Regisseurs herstellen lässt. Es geht eben um außergewöhnliche Begegnungen, die Gedankens sind frei, es darf auch gerne älteres Material sein.“
Ruhr Nachrichten Bochum 22.8.2003
„Was filmen die Menschen, die im Ruhrgebiet leben? Und welche Filme drehen die, die von hier stammen und in die weite Welt gezogen sind? Diese Fragen beschäftigt das Bochumer Festival ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’.
[...]
‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ sucht neue und alte Produktionen, Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilme, Musikclips, Trickfilme und Werke mit Grenzüberschreitungen zwischen den Kategorien.“
WAZ Kultur 9.9.2003
„Am Sonntag ist Wierke auf dem 11. Regionalen Festival für Video und Film ‚blicke aus dem ruhrgebiet’ vertreten.
In nur zwei Minuten bereist Wierke das gesamte Ruhrgebiet, ja das ganze Bundesland. Wie er das schafft, ist das Ergebnis einer ebenso einfachen, wie ungewöhnlichen Idee. Es gibt keine Bilder von Ort- und Landschaften, sondern Satzfetzen, die bestimmte Vorstellungen von Land und Leuten in unseren Köpfen hervorrufen: die Staumeldungen des Radios. ‚Da zwischen sind wir’ hat Wierke seinen Festival-Beitrag genannt.
vs, WAZ Unna 22.11.2003
„Castrop-Rauxel als Ort der Poesie, ein seltsamer Gast in einem verfallenen Grand-Hotel oder die Erleuchtung in der Autowaschanlage – die Themen der Filme beim 11. ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ sind vielfältig.
[...] Begleitet wird das Festival von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Am Samstag ist das unabhängige Filmfestival ‚KAN’ aus Wroclaw (Breslau) mit einigen Filmen zu Gast, abends gibt es eine Super-8-Nacht. Am Sonntag diskutiert eine prominente Runde über das Ruhrgebiet als Spielfilmset, mit dabei ist unter anderem ‚Bang Boom Bang’-Regisseur Peter Thorwarth.“
Carsten Schäfer, Ruhr Nachrichten Bochum 22.11.2003
„Sören Lang hat sich mit der Kamera in ‚Castrop Rauxel’ auf Spurensuche begeben. ‚Was ist für Sie Poesie?’, fragt der Menschen, die er trifft.
[...] Einen wirklich berührenden Dokumentarfilm hat Mathias Bozellec beigesteuert: ‚Der Schattenmann’ zeigt den harten Kampf der 60-jährigen Christa Pestel gegen die Parkinson-Krankheit: Krankenhaus-Alltag, quälendes Warten auf die OP, Nervenzittern und Beine, die den Dienst versagen. Die Frau ist eine Kämpfernatur. Wenn man sie dann im Kino-Foyer sieht, und es ihr offensichtlich besser geht, möchten man sie zu ihrer Tapferkeit beglückwünschen.“
Kai-Uwe Brinkmann, Ruhr Nachrichten Kultur 22.11.2003
„So viele Filmfans wie nie drängelten sich um die Plätze bei der am Donnerstag gestarteten 11. Fortsetzung nichtkommerzieller Revier-Optik, die gestern Abend mit der Preisverleihung endete (...). Die Organisatoren stöhnten lustvoll ob der Massen und auch auf den Gesichtern der Kinoverantwortlichen malte sich eine zufriedene Mischung aus Stolz und Müdigkeit. Die gute Resonanz ist sichtbarer Ausweis für den Erfolg des Konzepts, das von Jahr zu Jahr nur minimalen Veränderungen unterliegt, und das sichere Gespür der Auswahljury.“
Peter van Dyk, Ruhr Nachrichten 24.11.2003
„Hinter einer erklecklichen Anzahl der gelisteten Filmtitel prangte wieder der stolz-hemdsärmelige Finanzausweis ‚no budget’. Diesen Produktionen ein Forum zu bieten und eindrücklich zu beweisen, dass auf dem Felde der Kultur manchmal Geld nichts und Leidenschaft alles sein kann, ist erneut das große Verdienst der ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’. In der Realität der Organisatoren freilich heißt ‚no budget’ eben auch ‚no festival’. Sollte das eintreten, verlöre die Region mit den ‚Blicken aus dem Ruhrgebiet’ eine künstlerisch wie zeitgeschichtlich bedeutsame Perspektive.“
Peter van Dyk, Ruhr Nachrichten 25.11.2003
„Punker, die in der Einkaufsstraße rummachen, Migranten, die dealen, Frauen, die darum kämpfen Männer zu werden, RentnerInnen, die noch Witz haben, Türken, die noch Castrop Rauxel schön finden, Schwule auf der Suche nach Safer Sex, Kohlenhändler, die sich Zeit für ein Schwätzchen nehmen, Das waren die Themen auf dem diesjährigen Filmfestival ‚Blicke aus dem Ruhrgebiet’ in Bochum.“
Bernd Schäfer, taz NRW 27.11.2003
"'Blicke aus dem Ruhrgebiet’ ist spannend auch und gerade
durch das Nebeneinander der Produktionen von Profis und Amateuren, interessant
vor allem auch deshalb, weil der Blick aus dem Revier hinaus in die Welt
sich trifft mit dem Blick aus der Welt auf das Ruhrgebiet."
Claus Bredenbrock – 1000
Feuer Kulturmagazin des KVR
„In 'E. Libuda' bewältigt der Berliner Student
Jörg
Kidrowski den Tod seiner Großmutter, indem er seine Mutter bei der
Wohnungsauflösung begleitet. Schwelgend schaut die Mutter Fotos, kramt
in Erinnerungen und hat für jedes Möbel eine Geschichte parat.
...Der Beitrag 'Citizen Subway’ ist nicht so realitätsnah:
In einer dunklen Zukunft haben auf U-Bahnsteigen Terminator ähnliche
Wesen die Macht. Die Bürger unterstehen ihrer ständigen Kontrolle,
jeder trägt einen Microchip unter der Nackenhaut. ... Die erste 'Blicke’-Nacht
kann allenfalls ein Vorgeschmack gewesen sein.“
ros - 23.11.2002 Ruhr Nachrichten
"Am Sonntagabend ging das zehnte regionale Festival für Film
und Video "Blicke aus dem Ruhrgebiet", zu Ende. In den zehn Jahren
seines Bestehens hat sich das Festival von einem kleinen Treffpunkt zu einem
"für
die Region und darüber hinaus wichtigen Ereignis" entwickelt,
so Kulturdezernent Küppers ..."
etz in WAZ vom 26.11.2002
"Blicke aus dem Ruhrgebiet" (...) "Eine
unglaublich lebendige Szene, die ständig wächst", bestehend
aus professionellen und Nachwuchsfilmemachern, stellt sowohl die Veranstalter
als auch die Jury wieder vor eine harte Aufgabe."
Anna Meierling „Grenzenlose Blicke aus dem Ruhrgebiet“ in
Ruhrnachrichten lokal vom 19.11.2002
"(...) soll es erneut
geworden sein, kein Vergleich mehr zu den Anfängen, da das Programm
nur für zwei Tage reichte. Jetzt packen die Veranstalter 50 Filme – in
neuntägiger Dauerglotzerei aus 166 ausgewählt – in vier Tage
Festival, plus Rahmenprogramm, plus autobiografische Werkschau, plus Präsenzvideothek."
PvD "Schöne Aussichten in Langendreer" in Ruhrnachrichten
regional vom 19.11.2002
"(...) Bis kurz vor Bekanntgabe der Gewinner stand die Jury noch unter großem
Druck, aus 53 gesehenen Filmen drei gleichwertige Gewinner auszuwählen und
sie mit je 1.500 Mark zu belohnen, (...) Schließlich gab es sehr kurze, eher
experimentelle Filmchen mit hohem künstlerischem Anspruch bis hin zu fast
einstündigen, eher schlichten Dokumentarfilmen. (...) Entspannt auf vier
erfolgreiche Tage zurückblicken konnte derweil das Organisatoren-Team (...).
Die Besucherzahlen ließen nichts zu wünschen übrig. Mit Vorfreude denkt man
schon an das zehnjährige Jubiläum im nächsten Jahr, das, selbstverständlich
groß gefeiert wird' (...)"
ros in Ruhr Nachrichten Bochum vom 27.11.01
"(...) Schon im Vorfeld waren die Veranstalter - das ist im Wesentlichen ,Klack
Zwo B e.V.' - von der Rekordflut von 165 Einreichungen überrascht worden.
Für ein kleines Regionalfestival, das jedes Jahr von neuem um die Finanzierung
kämpfen muss, ist das Balsam auf die geschundene Seele. Diese Freude hielt
auch während der viertägigen Veranstaltung an, waren doch alle Veranstaltungen
gut besucht. Sogar die Diskussionsrunden im Rahmenprogramm hatten großen
Zulauf (...)"
ciwa in WAZ Bochum, vom 27.11.01
Ermunterung und Ansporn für regionalen Nachwuchs
" (...) 'Extrem motivierend' zu sein, wie es Co-Juror und Filmemacher Robert
Bosshard nannte, ist denn auch das Mindeste, was man über die Filmtage in
Langendreer und ihre Auswirkungen auf die Szene sagen könnte. Lehrreich,
impulsiv, witzig und frech kamen die Werke auch diesmal daher - immer wieder
erstaunlich, was so alles mit ,no-budget-Produktionen' zu machen ist. (...)
Einige Filme wurden von der Jury gar als zu gut befunden und mit dem wärmsten
Glückwünschen von den Preisen ausgeschlossen. Das Herz schlägt eben für den
Nachwuchs und in Langendreer ist nun eins, wenn nicht sogar das wichtigste
Festival für die Jungfilmer zur echten Institution geworden."
PvD in WAZ
11.2000
"1993 tauchte es auf, von manchen zunächst gar nicht bemerkt, als ausdrücklich regionales Filmfest für all die, denen Oberhausen, Duisburg oder auch die beiden Dortmunder Veranstaltungen, femme totale und die Internationalen Videotage, kein ausreichendes Forum boten.
(...)
Und es wuchs beachtlich, wurde wahrgenommen, fand neue Unterstützer, Aufmerksamkeit auch bei den Profis, entwickelte sich zum Tipp unter Filmhochschulstudenten.
(...)
Und mit Sicherheit wird es unter den mehr als 30 Produktionen auch diesmal wieder den ein oder anderen überraschenden und unverbrauchten filmischen Blick eines vielleicht (noch) unbekannten Autors auf das Ruhrgebiet zu entdecken geben, der allein schon den Weg nach Bochum-Langendreer lohnt, zu diesem so sympathisch gegen die Zeitgeister organisierten Festival, das sich auch im achten Jahr für ,außergewöhnliche und provokative Begegnungen' stark machen wird."
Paul Hofmann in "kultour Herbst 2000" S.
49
"Liebesgeschichten, Krimis, mystische Erzählungen, Weltpolitik - dies alles und viel mehr findet sich beim siebten Regionalen Festival für Video und Film ,Blicke aus dem Ruhrgebiet'. (...) Und auffallend ist, dass sich außergewöhnlich viele Videos und Filme thematisch auf das Ruhrgebiet beziehen, dabei ein wiederbelebter Heimatstolz gezeigt wird."
W-m in "Ruhrnachrichten" vom 13.11.99
"Auch im sechsten Jahr wird es wieder die bewährte Mischung aus Wettbewerb und Rahmenveranstaltungen geben. Gerade letztere gelten als Geheimtip. Denn die Reihe ,autobiografische Werkschau' biete sehr persönliche Begegnungen mit Autoren aus der Region (...).
(...) das macht ein bislang immer spannendes Nebeneinander von Amateuren und Profis möglich, auf das die Veranstalter (...) mit Recht stolz sind. Diese Einstiegs-Chance haben Freizeitkünstler, Video-Individualisten und die Filmstudenten im Land längst entdeckt. Es ist nur konsequent, wenn die alljährlich neu berufene prominente Jury des Wettbewerbs - in diesem Jahr die Experimentalfilmerin Dore O. aus Mülheim, der WDR-Redakteur Rolf Bringmann sowie Werner Spies vom Marler Adolf-Grimme-Institut - gehalten ist, die unterschiedlichen Produktionsbedingungen der TeilnehmerInnen bei der Vergabe der Förderpreise zu berücksichtigen."
Paul Hofmann in "kultour Herbst 1998" S. 22
"'Menschen stehen im Mittelpunkt' sagt die in Witten lebende Filmemacherin Gabriele Voss über ihre Arbeiten. Einblicke gewährt sie jetzt auf dem fünften regionalen Video- und Filmfestival ,Blicke aus dem Ruhrgebiet' in Bochum. (...) , Ich habe für das Festival natürlich Ruhrgebietsfilme ausgewählt', meint Gebriele Voss, sie betone aber, dass das nur einen Teil ihres Werkes ausmache: ,Ich sehe mich als europäische Filmemacherin.'."
(pad) in "WAZ" vom 8.11.1997
(...)
Die hohe Qualität, die steigende Zahl professioneller Arbeiten, stellt das Festival vor eine neue Situation. "das Festival entwickelt sich und wir müssen uns mitentwickeln", sagte gestern Gaby Hinderberger.
Von "az", Ruhrnachrichten vom 19.11.1996
Festival füllte an drei Tagen die Endstation
Ein Drehorgelspieler begrüßte die Gäste am Freitag vor dem Kino Endstation zum Auftakt des 4. Regionalen Festivals für Video und Film: "Blicke aus dem Ruhrgebiet".
An drei Tagen wurden hier 32 Filme und Videos im Wettbewerb gezeigt und dazu noch ein Rahmenprogramm vorgestellt. Das Festival beschäftigt sich mit der Region, Filmemacher von hier und Filme über das Ruhrgebiet standen auf dem Programm. (...)
An den Anfang stellte der Veranstalter mit dem Film "Philosophy Clip" bewußt die Frage, ob wir nur sehen, was wir schon kennen. Dieses Motto stand auch für die weiteren Beiträge zur Diskussion. Experimental- und Spielfilme, Animations- und Dokumentarfilme von einer bis zu sechsundsiebzig Minuten Länge füllten die drei Tage des Festivals und machten es der Jury nicht leicht, nur drei Filme auszuzeichnen (...)
von "tod", Ruhrnachrichten vom 18.11.1996
(...) Die "Blicke aus dem Ruhrgebiet" entpuppten sich - wohl auch wegen des allgemein gehaltenen Festivaltitels - als äußerst unterschiedlich. Von Einzelportraits (etwa der dritte Teil der Geschichte von Cori, einer Aids-Kranken oder die eines jungen Junkies, der in Dortmund auf der Straße lebt) bis zu einem 38 Sekunden Stück "Neulich bei Gaby". (...)
Insgesamt beherrschten vor allem Spielfilme und Dokumentationen das Bild des Festivals. Wer auf wagemutige Experimentalfilme gewartet hatte, wurde enttäuscht. Die VeranstalterInnen führen den rückgang der experimentellen Einsendungen auch auf die Formulierung des Mottos zurück. Die TeilnehmerInnen hätten wohl nicht verstanden, daß sie, wenn sie im Ruhrgebiet leben, zu jedem Thema einen Film hätten machen können. Statt dessen assoziierten viele mit den "Blicken aus ..." wohl eher "Die Blicke auf das Ruhrgebiet" (...).
Mit der Resonanz waren sowohl VeranstalterInnen, als auch Filmemacher und Gäste zufrieden. Neben den inhaltlichen Diskussionen nach den einzelnen Vorführungsblöcken konnten gerade jüngere TeilnehmerInnen zu anderen Studis und Videogruppen Kontakte knüpfen. (...)
Bochumer Studentenzeitung BSZ vom 31.11.1995
Viele Bilder und voller Saal hieß es von Freitag bis Sonntag im Kino Endstation beim dritten regionalen Festival für Video und Film "Blicke aus dem Ruhrgebiet". Der Zielsetzung entsprechend kamen nicht nur die hiesigen Eingeborenen bei überraschenden und skurrilen Entdeckungsfahrten durch ihre Heimat auf ihre Kosten, sondern auch die Freunde märchenhaft eigensinniger Spielfilme und rasanter Musikclips.
Von einigen wohl unvermeidbaren Wald&Wiesen-Videos abgesehen, hatten die beiden Veranstalter (Kino und Klack Zwo B) eine ansprechende Auswahl unter den 73 Einsendungen getroffen und mit Podiumsdiskussionen, einer Werkschau des Experimentalfilmers Werner Nekes und einigen großen Filmen zu einem kompakten Festivalprogramm arrangiert. (...)
Es wäre mehr als wünschenswert wenn das Festival als Forum für die Blicke "aus" dem - und eben nicht nur "auf" das - Ruhrgebiet trotz der finanziellen Probleme weiterhin erhalten bliebe.
Von "eli"
(...) Die Jury zeigte sich insgesamt beeindruckt von dem breiten Spektrum
und der hohen Qualität der teilnehmenden Beiträge. Dem Publikum erging es
wohl ähnlich: an allen drei Tagen waren das Kino und das Foyer als Diskussionsraum
sehr gut besucht. Hier trafen sich Filmemacher und -liebhaber, um über die
Grenzen von Super8, Betacam oder S-VHS hinweg miteinander zu fachsimpeln.
Das Festival, auf dem nur Filme, die bisher noch kein Geld eingespielt
haben, 'ihren Blick auf das Revier' zeigen dürfen, bot auch im zweiten jahr
eine vielfältige Spiegelung der Lebensbedingungen und -gewohnheiten in der
Region. (...) Neben den renommierten Festivals wie die von Oberhausen, Duisburg
und Dortmund behauptet also das "Blicke aus dem Ruhrgebiet" selbstbewußt
seinen Platz - regional ein Renner."
Von PvD, Ruhrnachrichten 25.10.1994
2. Festival für Video und Film im Kulturbahnhof.
Das Ruhrgebiet ist ein kleines Mauseloch - jeder schaut hinein.
Am Wochenende fand zum zweiten Mal ein Festival für Video und
Film im Kulturbahnhof Langendreer statt. 69 Filmemacher hatten
sich aufgemacht, ihre persönlichen Erfahrungen dem Kohlenpott
gegenüber auszudrücken. Klein, liebevoll und abstoßend. (...)
So reicht die Bandbreite der gezeigten Streifen auch von sehr
persönlichen Beiträgen bis hin zu glatten Dokumentarfilmen, eine
Minute oder eine Stunde lang. Eine Handvoll Menschen beschreiben
ihren Kampf um die Erhaltung der Siedlung Flöz Dickebank, obdachlose
Junkies aus Oberhausen berichten von ihrer verzweifelten Suche
nach einem Dach über dem Kopf. Ein junger Obdachloser aus Wuppertal
sucht ein Bett für die Nacht und findet die Frau für's Leben.
Edwin Kubotat aus Bochum gewährt Einblick in das turbulente leben
einer WG zwischen Frust, vergebener Liebesmüh und heißen Diskussionen
mittags am Frühstückstisch. (...)
von Sven Westernströer, WAZ 24.10.1994
Sie wollen sich vom Mediengewitter nicht betäuben lassen. Inmitten
von 30 Fernsehprogrammen, ungezählten Hörfunk-Dudelsendern und
dem Boulevard-Bombardement des Zeitschriftenmarktes nutzen die
Leute vom 'Kino Endstation' im Kulturbahnhof Langendreer Medien
für ihre eigenen Ziele. Hier gibt es seit Jahren eine aktuelle
Monatsschau. 'Klack Zwo B' heißt sie und wird von der Idee über
den Dreh zum Schnitt selbstgemacht. Eine letzte Blüte der 'Gegenöffentlichkeit',
dem ungefilterten Blick in die eigene Umwelt. So konnte man vor
dem letzten Wochenende glauben. Doch da belehrte das zweite Filmfestival
'Blicke aus dem Ruhrgebiet' alle eines Besseren. Knapp 70 Filme
und Videos wurden eingereicht. (...) Die Bandbreite war enorm:
ein einminütiges bebildertes Liebesgedicht war dabei, eine Dokumentation über
Belegschaftskontakte von Opel und General Motors, ein Kurzkrimi
und viele Menschenprotraits. Künstler und Malocher, Alt und Jung
trafen aufeinander. Hermann Stewes aus Dinslaken, Naturfilmer
seit 1940, erzählte einem jungen Mann mit Punkfrisur, wie er
sich geduldig in mannshohen Brennesseln verkriecht, um Tiere
vor die Kamera zu bekommen. (...) Sieger wurde die an die Nieren
gehende Dokumentation 'Den Affen töten' über Drogenabhängige
in Dortmund. Britta Petzold aus Köln hat es geschafft, daß die
Junkies ihr vertrauensvoll ihre Lebensgeschichten erzählten.
Der mutige Film erhielt 2.000 Mark.
von Stefan Keim, Westfalenpost 24.10.1994
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