Rahmenprogramm II

- Technik

- Drei Studien in Jazz 1961
Sonntag 29. November,
17.00 – 19.30 Uhr
Faszination Stahl
Wie Industrie zum Filmen verführt
Philippe Dériaz
Recht früh haben Industrielandschaften, -anlagen, -arbeit die Filmkamera angezogen. Alles, was sich bewegt, galt als filmisch - und ist es, bis heute! Die Avantgarde wusste das zu nutzen. Und manchmal benutzte die Industrie für ihre Zwecke diese Begeisterung. Neben der Eisenbahn übten Eisenhütten eine ganz besondere Faszination aus. Selbst ohne Farben wirkt flüssiger und glühender Stahl. Werke und Verfahren bieten starke Kontraste.
Die Dramatik der Arbeit - Menschenhände gegen feuerspeiende Drachen, gegen wüst um sich schlagende rote Schlangen – war für pathetische Effekte und auch für den Schnitt dankbar. Die heutigen, weniger gefährlichen Anlagen stecken immer noch voller Dynamik. Stahl kann ebenfalls in seinen Anwendungen Staunen hervorrufen, und Filmaufnahmen offenbaren da manche Überraschungen. Stahlindustrie verführt zum Filmen. Dieses Programm möchte Filme zeigen, deren Autoren etwas mit dem Stahl, seiner Herstellung und den dazu gehörigen Anlagen zu gestalten trachteten, von Autoren also, die filmische Ziele verfolgten. Das hat manchmal sehr weit geführt: zur Verschmelzung der technischen Prozesse mit Musik, zur Musikalisierung der gefilmten Prozesse. Doch bleibt die
Verpflichtung dem Auftraggeber gegenüber, die trotz aller filmischen Begeisterung beachtet wird: keine Verfremdung, sondern eine Aufhebung der Industrie in der Kunst.
Philippe Dériaz
Geb. 1930 in Genf (Schweiz). Dipl. Ing. ETH (Eidgenössische Technische Hochschule)
Zürich. Seit Studienabschluss beim Film und Theater: für die Bühne Opernregisseur, für die Leinwand Filmemacher im Auftrag mit Hauptbereich Industrie (BASF, Henkel, Mannesmann, Siemens, M.A.N. usw.). Tätigkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 12 Jahren nur noch Fachjournalist (u.a. für "Film & TV Kameramann").
Zu sehen sein werden:
Technik - Drei Studien in Jazz 1961 10’00’’
Buch und Gestaltung: Hans-Heinrich Hermann
Kamera: Luis Peter Vigg
Historisches Archiv Krupp
Nur der Nebel ist grau 1965 25’00’’
Buch und Regie: Robert Menegoz
Kamera: Sacha Vierny
ThyssenKrupp Konzernarchiv
Sinnlichkeit Stahl 2004 23’00’’
Buch und Regie: Christoph Böll
Kamera: Johannes Imdahl
ThyssenKrupp Steel Europe AG
Stahl - Thema mit Variationen 1960 13’00’’
Gestaltung: Hugo Niebeling
Kamera: Bert Meister, Musik: Oskar Sala
Im Auftrag von Mannesmann
Neben diesen mehrfach preisgekrönten Filmen sind zum Zeitpunkt der Programmlegung weitere Werke angefragt.
- Reinigung
- Sicherheit
- Gastronomie
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