Samstag, 26. November 2011

10.00 Uhr: blicke auf Tour

Busfahrt zum Museum Folkwang
Sabine Maria Schmidt führt durch die Ausstellung Communitas von Aernout Mik
(http://www.trailer-ruhr.de/wir-muessen-manchmal-ein-bisschen-von-den-lippen-lesen)

Aernout Mik
Seine Arbeiten funktionieren ohne Ton, machen kein Geräusch. Zwei-, drei oder achtteilige Videoinstallationen laufen gleichzeitig. Vergleichen Perspektiven, ordnen räumlich ein. Zwei gleiche Handlungen, zeitlich verschoben, bekannte Gesichter, die plötzlich anders erscheinen. Oder doch nicht? Aernout Mik gilt als einer der wichtigsten Künstler der Niederlande.
Das Museum Folkwang Essen präsentiert zzt. in einer großen Retrospektive Arbeiten von Mik (1962). Die Ausstellung zeigt vor allem die vergangenen zehn Jahre mit besonderem Fokus auf seine jüngsten Film- und Videoinstallationen und Werke, die bis dato noch nicht in Deutschland zu sehen waren. Seine Arbeiten, die zahlreiche Schnittstellen zwischen Film, Video, Performance, Skulptur und Architektur aufweisen, kreisen um das Verhältnis von Individuum und Masse.

10:00 Abfahrt am Endstation Kino
14:30 Ankunft am Endstation Kino
Um Anmeldung im Festivalbüro wird gebeten, da die Plätze im Bus begrenzt sind.
Fahrt und Ausstellung: 5 EUR

15.00 Uhr: Filmprogramm VI

Filmauswahl FH Dortmund
13 kurze Seminararbeiten der Fachhochschule Dortmund. Ein erfrischender Mix durch unterschiedlichste Genres, von kurz bis ganz schön kurz, experimentell, sensibel, verzweifelt, komisch, poetisch ... . Von den ersten filmischen Gehversuchen bis hin zu Abschlussarbeiten.

Vergessen 2‘30‘‘ | Evin Bilmen, Julia Hecht
Wenn ich einen Laserdrucker hätte 4‘20‘‘ | Gunar Meinhold, Conny Sewing
D.O.A. recomposed 14‘ | Klaus Hommerich
Woman once a bird 4‘ | Janina Amrehn, Michael Bader, Martn Demmer, Gunar Peters Wolken 2‘25‘‘ | Lisa Maria Müller
Beeren vom gleichen Feld 10‘ | Lisa Maria Müller, Amin Oussar
Spare parts 4‘ | Martn Demmer, Nils Witt
Im Puls der Fremde 7‘30‘‘ | Etienne Kordys
45° N 5‘55‘‘ | Maik Schuster, David Figura, Christian Spieß, David Kleinekottmann
Il Pesce 4‘30‘‘ | Ceci Yabiku Leal, Paula Reyes, David Göbel, Andreas Hillebrand, Gil Ribeiro
Tür an Tür 1‘45‘‘ | Tobias Bieseke, Benjamin Weber, Markus Henkel, Dorothea Vögler
Macht und Ohnmacht 14‘ | Dominik Leube, Tilo Hauke, Gunar Meinhold, Luise Schröder
CaramCollage 6‘ | Daniel Gerken

Im Anschluss: Vorstellung der Autorinnen und Autoren

17.00 Uhr: Folkwang zu Gast

Das im Entschwinden Erfasste – eine kurze geschichte der Videokunst am Museum Folkwang

Anhand ausgewählter Beispiele der Videokunst, darunter eigene Produktionen des Folkwang Videostudios der 70er Jahre, präsentiert der Block die langsame Annäherung von Museum und bewegtem Bild. Im Zentrum des Programms steht die Frage, welche Herausforderungen das Erbe digitaler Kunst und die aktuelle Produktion bewegter Bilder an Sammlungsinstitutionen stellen.

Zu Beginn der 70er Jahre wurde im Museum Folkwang ein Videostudio eingerichtet, in dem Künstler experimentell und kostengünstig arbeiten konnten.
Hier entstanden zahlreiche künstlerische Produktionen u.a. von Barbara Hammann, Klaus Osterwald, Rudolf Bonvie, Ulrike Rosenbach und Gerd Belz, von denen einige Ausschnitte vorgestellt werden. Das Studio wurde aber auch Angelpunkt zahl- reicher Videoaktivitäten im Ruhrgebiet bis weit in die 80er Jahre. Der Videovortrag präsentiert aber vor allem mehrere unterhaltsame Proben und Versuche, das neue Medium Video zu erobern und im Museumsbetrieb facettenreich einzusetzen. Video galt nicht nur als künstlerisches, sondern auch als Reproduktions- und Dokumentationsmedium, das zudem im museumspädagogischen Bereich entdeckt wurde. Thema des Programms ist auch die Archivierung der alten Videobänder und die vielen technischen und forschungsrelevanten Fragen, die mit ihnen verbunden sind.

Mit Schwerpunkt auf die  80er Jahre werden im Laufe des Vortrags Videosplitter und Kuriositäten aus dem Folkwang Videostudio zu sehen sein, sowie Künstlervideos, u.a.:

Funke und Kraft  ı Gerd Belz
Farbe ı Ton ı ca. 14:21 Min. (Ausschnitt)
Books ı Herbert Wentscher
1981 ı Farbe ı Ton ı ca. 4.30 Min.
Die Natürlichkeit der Natur ı Planstudio Siepmann & TVideonat
1981 ı Farbe ı Ton ı ca. 11:30 Min.
Tanz für 2 bunte Füße ı Barbara Hammann
1981 ı Farbe, Ton, ca. 3 Min.
Hautmusik  ı Barbara Hammann
Farbe ı Ton ı ca. 3 Min.
Ich freue mich ı Klaus Osterwald
1979 ı s/w ı Ton ı ca. 6 Min.

Programm und Moderation: Sabine Maria Schmidt

Dr. Sabine Maria Schmidt, lebt in Düsseldorf, ist Kunsthistorikerin, Autorin und war von 2007 - 2011 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Museum Folkwang tätig. Ein Schwerpunkt ihres Interesses gilt den Fragen nach den heutigen Funktionsmöglichkeiten von Kunst, dem bewegten Bild (in seiner verräumlichten Rückführung), dem Bild als Dokument und ästhetischem Ereignis, dem Verhältnis von Fakt und Fiktion und dem Aufeinandertreffen verschiedener visueller Medien.

20.00 Uhr:  Filmprogramm VII

Odysee in 60 Sekunden 2011 | 1‘ | HD | Farbe | Fiktion *
Marcel Becker-Neu, Wuppertal
60 Sekunden Parodie auf Stanley Kubricks Klassiker.
Marcel Becker-Neu hat in diesem Jahr Abitur gemacht. Er filmt schon seit der Schulzeit und möchte das Filmen gerne zum Beruf machen.
Produktion: Medienprojekt Wuppertal

Ach wie gut, dass niemand weiß: Zur Filmsprache von Werner Nekes
2009 | 24‘ | 16mm, 8mm, DV | Farbe | Doku
Idee, Regie: Daniel Vogelmann, Noemi Schneider, München
Kamera: Christian Stangassinger'
Werner Nekes erzählt, wie seine geheimnisvolle Kunst entsteht. Die beiden Filme- macher begleiten ihn durch die Welten der Filmsprache und werden kurzerhand zu seinen Schülern.
Noemi Schneider und Daniel Vogelmann studieren Regie für Dokumentarfilm an der HFF München. Vogelmann ist nebenbei freier Dozent für Film an der kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt und Mitgründer der Produktionsfirma VON HERZEN.
Produktion: HFF München

Und wenn wir dann im Himmel sind 2008 4‘ HD Farbe Animation
Idee, Regie, Kamera:  Daniela Risch Essen
Schnitt:  Manuel Schmitt
Musik: André Schulz, Matthew McGrath

Alles begann hoffnungsvoll. Die Möbel erzählen eine Familiengeschichte zu Ende.
Daniela Risch wurde in Dahme/Mark geboren. Nach dem Postgraduiertenstudium an der KHM Köln lebt und arbeitet sie in Essen und Berlin.
Produktion:  KHM Köln in Kooperation mit 3sat / ZDF

Wachstum 2011 23‘13‘‘ HD Farbe experimentelle Doku
Florian Heinzen-Ziob Köln
Musik: Andreas Köcher, Julia Kortowski

Der Kirschbaum im Garten meiner Großeltern wurde immer größer. Ich und das Bruttoinlandsprodukt auch. Ein autobiografischer Film über die Utopie des unbegrenzten Wachstums.
Florian Heinzen-Ziob wurde  in Duisburg geboren. Mit dem Filmemachen beginnt er in den USA. Er studiert Regie an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Produktion: KHM Köln

*Spektrum Deutschland (außer  Konkurrenz)  

21.00 Uhr: Diskussion. Moderation: Natascha Frankenberg

21.45 Uhr:  Filmprogramm VIII

Recommandeur 2010 | 3‘20‘‘ | DV | Farbe | Doku *
Idee, Regie: Simon Glass, Köln
Kamera: Jesse Mazuch, Schnitt: Inga Keilmann

Vier Quadratmeter sind der Arbeitsplatz des Recommandeurs, der hier für Stimmung sorgt.
Simon Glass begann nach dem Abitur am Berufskolleg in Düsseldorf das grundständige Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Produktion: Vordiplomarbeit an der KHM Köln

Der Imagefilm 2011 | 25‘06‘‘ | DV | Farbe | Fiktion *
Idee, Regie, Schnitt: Konrad Bohley, Köln
Kamera: Andrzej Król, Musik: Extreme Musik

Frido Gerschtel erzählt die Geschichte eines prägenden Roadtrips: Als Praktikant einer Werbefirma begab er sich mit dem Chef auf eine Reise „Richtung Authentisch“.
Konrad Bohley studiert an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Produktion: Diplomarbeit an der KHM Köln

Das Translator 2011 | 2‘54‘‘ | DV | Farbe | experimentell
Dorit Kiesewetter, Carsten Knoop, Hamburg
„Treffen sich ein Deutscher, ein Türke und ein Israeli, übersetzt der Aserbaid- schaner.“ Das Internet hilft dabei.
Carsten Knoop, in Lünen geboren, studierte Visuelle Kommunikation an der HbfK Hamburg. Zusammen mit Dorit Kiesewetter betreibt er dort die Produktionsfirma Warnix-Machtnix.
Produktion: Warnix-Machtnix

22.30 Uhr: Diskussion. Moderation: Ann Kathrin Thöle

23:00 Die lange N8 der Super8

8mm sind genug
3 Leinwände
4 Projektoren
5 Kisten Bier
12 Tüten Chips

Filmauswahl: Wolfgang Kriener
An den Projektoren: Wolfgang Kriener, Daniel Hein

 

*Spektrum Deutschland (außer Konkurrenz)