Samstag, 26. November 2016

13:00 Führung durch und anschließender Diskurs über die multimediale Ausstellung CaseStudy/Fallbeispiel.
Jana Kerima Stolzer und Susanne Hefti
Das Gespräch zur Ausstellung führt Pierre Schwarzer.

Mit dem Strukturwandel veränderte sich die Landschaft des Ruhrgebiets grundlegend. Auf alten Industriestandorten entstanden neue Projekte, Gewerbezweige und Wohnraum. Heute ist der Wandel hin zur Dienstleistungsstruktur weit fortgeschritten. Einschlägige Planungsbüros und Makler locken Investoren, Kundschaft und neue Mieter mit wohlklingenden Sätzen von weit her. Hier bleiben Lebensraum als Bedürfnis. Visionen entstehen, Visionen gestalten. Wohnen als Traum, und doch ganz real. Gemeinsam mit allen Generationen, niemand geht verloren, ein Raum für Kommunikation. Modernste Architektur. Das Gebiet – besser: das Neubau-Gebiet – proklamiert als Idealstadt, als Ort des guten Lebens. Saftig grüne Oasen inmitten glatter Oberflächen aus Beton und Granit, Leben am Wasser und dennoch zentral. Es geht um einen ideologischen Umbau, in dem

Kultur nun zelebriert werden soll, das gute Leben, das sich lohnende Leben, am Reißbrett entworfen und hemdsärmelig umgesetzt von jenen, die das Sagen haben, eine genügend laute Stimme, oder zumindest das Geld, sich das eine oder andere mühelos zu organisieren.

Planung und Bau münden hier in der Destruktion des Bestehenden, in der Vereinleibung des Vergangenen, der Überspielung alter Siedlungen, ihrer Architektur, der Zechen, Brachen und Industrien, deren Historie nun allenfalls noch als romantisches Argument dafür dienen kann, hierher zu kommen, hier zu investieren. Und schließlich sind jene visionären Pläne zur Aufwertung, zur generellen Kulturalisierung, zum endlich Ankommen in der grünen, lebenswerten Mitte des Lebens – wie so oft – der Realität weit überlegen. Diese Orte sträuben sich gegen ihre neu zugewiesene, übergestülpte Identität. Problemviertel, Kriminalität, Drogenhandel, Müll, Kanadagänse, Dreck, Verwahrlosung, fehlendes Budget, Leerstand. Und die User? Wenn es den Usern gefällt, wird das Projekt zum Erfolg.

In der Auseinandersetzung mit jenen Idealräumen und der Begehung der Plätze erproben Susanne Hefti und Jana Kerima Stolzer eine Narration, die versuchen soll, den Brüchen, Rissen und Umwälzungen dieser Orte gerecht zu werden. 

Jana Kerima Stolzer, 1989 in Kandel geboren. Von 2003 bis 2014 absolvierte sie das Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Münster, Klasse Aernout Mik. Von 2010 - 2015 studierte sie Fotografie (Bachelor of Arts mit Auszeichnung) an der Folkwang Universität der Künste Essen. Seit 2009 arbeitet sie als Freie Künstlerin. 2016 initiierte und kuratierte sie den temporären Ausstellungsraum „oxygen“ Dortmund. 

Susanne Hefti, 1984 in Münsterlingen (Schweiz) geboren, lebt und arbeitet in Zürich. Nach einer Banklehre und dem Abschluss des Bachelor-Studiengangs Journalismus und Kommunikation an der ZHAW in Winterthur arbeitete sie als Radiomacherin und als PR- und Kommunikationsfachfrau für den Film und verschiedene Kultureinrichtungen. Von 2010 bis 2015 studierte sie Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit 2015 Master of Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. 

Pierre Schwarzer studierte in Berlin Publizistik und Psychologie. Gerade schreibt er seine Masterarbeit in Philosophie in Witten („Fragmente digitaler Subjektivität“). Als Mitgründer von super_filme kuratiert er verschiedene Projekte zu Visualität und Gegenwart, momentan gerade „A taste of visuality“ mit zwei Essayfilmern in Witten. Er lebt in Witten und würde gern auch sein Heimatland Frankreich mit einem Projekt erschließen.

15:30 Programm IX

Two tales II | 2016 | 2’07‘‘ | HD | experimentell
Leuchtstoff, Witten
Zwei Filmstränge werden in ihre Atome zerlegt und wieder neu zusammengesetzt.
Leuchtstoff ist ein 1982 gegründetes Künstlertrio, das sich im Spannungsfeld von Foto, Video, Audio, Performance, Plastik und Installation bewegt.
Produktion:
Eigenmittel

Drive In | 2016 | 5’50‘‘ | HD | Doku | DE-Premiere
Idee/Regie/Kamera: Daniel Huhn, Köln
Schnitt: Benjamin Leers

Die Kinolandschaft wandelt sich radikal. Alte traditionsreiche Lichtspielhäuser werden abgerissen oder umgebaut, während woanders neue Kinotempel in den Himmel wachsen. Ist das Heimatkino um die Ecke tot? Welche Konzepte funktionieren in der Zukunft? Besuch an einem Ort der Beständigkeit.
Daniel Huhn, geboren 1985, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Münster. Er ist als freiberuflicher Filmemacher und Journalist tätig und Autor diverser Publikationen im Bereich Migration.
Benjamin Leers, geboren 1982, studierte Medienwissenschaft und ist als Autor, Regisseur, Kameramann und Produzent bei diversen Projekten tätig. Mit Daniel Huhn und der gemeinsamen Filmproduktion Benda Film ist er Stipendiat des Mediengründerzentrums NRW.
Produktion: Eigenmittel

Schuhmania | 2016 | 5’38‘‘ | HD | Essay
Idee/Regie/Schnitt: Monika Pöschke-Schröder, Mülheim
Kamera: Rainer Komers

Eine Frau träumt. Ein kryptischer Mix aus Gedanken zur Emanzipation, Märchen, Mythen und Konsumkritik.
Monika Pöschke-Schröder war bereits als Zeitungsredakteurin, Reporterin und Moderatorin sowie als Filmemacherin tätig und widmet sich heute vor allem künstlerischer Tätigkeit mit Texten, Fotos, Malereien und Videos.
Produktion: Eigenmittel 

Baggage Man | 2016 | 4’30‘‘ | HD | Musikvideo
Idee/Regie: Matthias Gerding und Dennis Colquhoun
Musik: Sizarr

Erinnerungen verfolgen uns das ganze Leben, manche belastend wie schweres Gepäck. Sie prägen uns und machen uns zu dem, was wir sind.
Matthias Gerding, 1982 in Herne geboren, studierte u.a. an der KHM in Köln und arbeitet als 3D-Artist an verschiedenen Film-, Werbe-, Kunst- und Fernsehprojekten.
Dennis Colquhoun, geboren 1989, studiert Produktion an der ifs Köln und produziert Werbe-, Musik- und Kurzfilme.
Produktion:
btf GmbH, Matthias Murmann, Philipp Käßbohrer 

Geigenwerkstatt Bley | 2015 | 5’18‘‘ | HD | Doku
Sarah Dannehl, Bad Oeynhausen und Katharina Neuhaus, Werne
Ein Einblick in die Geigenwerkstatt von Volker Bley, sein Handwerk und die damit verbundene Leidenschaft für Musik.
Sarah Dannehl, geboren 1989, absolviert an der Universität Duisburg-Essen ihren Master in Medienpraxis und Amerikanistik.
Katharina Neuhaus ist 1989 geboren, absolviert den Master in Medienpraxis und Amerikanistik an der Universität Duisburg-Essen. In ihrer Freizeit ist sie als Fotografin und Filmerin tätig.
Produktion: Im Rahmen eines Seminars

Blaue Rosen | 2014 | 4’40‘‘ | HD | Musikvideo
Idee/Regie: Lucas Franken (Bochum), Lucas Badouin, Julian Friedrich, Jano Sobottka
Kamera/Schnitt: Lucas Franken
Musik: Glitterminister

Auf den Straßen von Paris liefern sich Räuber und Gendarme eine Verfolgungsjagd der besonderen Art. Rund um den Eiffelturm und „dans le metro“ suchen sie nach ihrem Objekt der Begierde: der blaue Rose.
Lucas Franken, geboren 1991, lebt in Bochum und arbeitet als Video- und Performancekünstler, Figurenspieler, interkultureller Teamer und Literaturübersetzer. Seit 2012 studiert er Theaterwissenschaft und Romanische Philologie an der Ruhr-Universität Bochum
Produktion: Eigenmittel

Patata Day | 2016 | 4’00’’ | HD | HD | DE-Premiere
Peter Böving, Neudientendorf
Ein Imbiss wird zum Schauplatz einer lyrischen Performance um den Kartoffelkonsum. Während ‚der Deutschen liebste Knolle‘ in all ihren Formen besungen wird, schält sich im Hintergrund eine Kontroverse heraus. Eine Stopp-Motion-Parabel über das, was in aller Munde ist – und trotzdem nur selten im Halse stecken bleibt.
Peter Böving, 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren, ist als Komponist im Bereich Theatermusik in Bonn und Leipzig tätig. Mit eigenen Literaturprogrammen ist er außerdem international unterwegs.
Produktion:
Eigenmittel

Girl from Pegida | 2015 | | 1’59’’ | HD | Animation
Viktor Sternemann, Dortmund
Kognitive Dissonanzen und musikalische Konsonanzen: Eine Stimme voller Unstimmigkeiten und die melodischen Harmonien einer Urlaubsschnulze treffen sich zu einem Paartanz, der so malerisch wie zwiespältig ist.
Viktor Sternemann, 1986 in Haltern geboren, studierte an der TU Dortmund Kunst und Mathematik und ist seit 2016 Referendar in Dortmund. Leitfäden seiner Arbeiten sind die Beobachtung und die Annäherung an eine expressive Formensprache.
Produktion:
Eigenmittel

Flüchtlinge bekommen in Deutschland dickes händy
| 2016 | 0’51‘‘ | mp4 | Fiktion
Patrick Lambertus, Bochum
Seitdem die Lügenmedien als solche entlarvt sind, machen es sich selbsternannte Volksparteien zur Aufgabe, den investigativen Journalismus zu rehabilitieren. In der Regel muss allerdings ein wenig nachgeholfen werden, um die Gegebenheiten den eigenen Vorurteilen anzupassen.
Patrick Lambertus ist Inhaber der Agentur PIXELHAUS und Mitbetreiber der Bochumschau. Er hat ein Faible für Grafik, Fotografie und Film.
Produktion:
Eigenmittel

Feuer Wasser Erde Luft und Zeit
| 2015 | 3’50‘‘ | HD | Experimentell*
Maria Reinhardt-Szyba, Hamburg
In einer surrealen Szene bewegen sich zwei Figuren durch die Zeit − die eine vorwärts, die andere rückwärts. Und doch kommunizieren sie miteinander.
Maria Reinhardt-Szyba, geboren 1982, ist Physikerin, Filmemacherin, Musikerin. Seit ihrem 17. Lebensjahr macht sie Kurzfilme und arbeitet an verschiedenen Filmprojekten.
Produktion: Eigenmittel 

Parachute Dreams | 2016 | 3‘31‘‘ | HD | Essay*
Albi Fouché, Köln
Eine Fallschirmspringerin am Fallschirm, ein Verhältnis im Spannungsfeld von Abhängigkeit und Freiheit, von Leichtigkeit und Ballast. Bedeutungsschwere Begriffe fallen, erzeugen Gravitation, Zugkraft. Wer befreit sich hier von wem?
Albi Fouché, geboren 1989 in Kapstadt, studierte dort Fotografie und war als Pressefotograf und Studioassistent tätig. Seit 2012 arbeitet er in Deutschland als Englischlehrer und Fotograf und studiert Mediale Künste an der KHM Köln.
Produktion:
Eigenmittel 

Mit dem Wackeldackel durch den Ruhrpott
| 2014 | 1‘38‘‘ | mini DV | Essay
Volker Heymann, Rödermark
Eine lästige Autofahrt mit dem Wackeldackel durch den Berufsverkehr wird rhythmisch kommentiert. Die harten Konsonanten der Ruhrgebietssprache bilden dabei das Klangmaterial für den perkussiven Sound.
Volker Heymann studierte Schauspiel in New York und begann im Jahre 1992 mit dem Schreiben von Theaterstücken und Kleinkunstprogrammen. Er arbeitet als freier Autor, Regisseur und Schauspieler und dreht seit 2011 Kurzfilme.
Produktion: Eigenmittel

Starglue Sniffer | 2016 | 4‘11‘‘ | BluRay | Musikvideo | DE-Premiere
Lenia Friedrich, Münster
Musik: Black Space Spiders

In reduziert gehaltenem Animationsstil und über bildliche und textliche Assoziation, erzählt das Musikvideo von Rausch und Selbstverlust, von Einsamkeit und dem Wunsch nach Ausbruch und Zuflucht.
Lenia Friedrich, 1989 in Herdecke geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Bauzeichnerin, bevor sie in Münster Mediendesign studierte. Sie ist freiberuflich für verschiedene Firmen im Bereich 2D Motion Design und Illustration tätig.
Produktion:
im Auftrag der Band 

Diskussion: 16:15 – 17:15h

Moderation: Max Neumann

17:30 – 19:00 Werkstattgespräch

Kamera: Claire Jahn

Rendezvous | 2013 | 29’ | HD | Fiktion
Buch, Regie: Sylvia Borges, Köln
Mit Daniela Schulz, Aleksandar Jovanovic, Alex Martin, Nathalie Licard

Cristina | 2012 | 19’ | HD | Fiktion
Buch, Regie: Claudia Sárkány, Köln / Co-Regie: Rami Hamze
Mit Claudia Sárkány, Mathias Bleier

Es ist eine schöne Idee: Sie tanzt mit ihm in den Morgen. Danach fragt er: „Zu mir oder zu dir?“ Die Antwort ist so einfach wie ungewöhnlich: Er geht zu ihr und sie zu ihm in die Wohnung! Dort erkunden sie das Leben des Anderen. Und der Zuschauer mit ihnen. Das Auge, das uns die Weite der einen oder die Details der anderen Wohnung zeigt, ist die Kamera. Die Kamera führt Claire Jahn. „Zu Dir“ von Sylvia Borges ist eine der vielfältigen Arbeiten von Claire Jahn, Absolventin der FH Dortmund und inzwischen gefragte Kamerafrau für Trailerund Werbeproduktionen. Zuletzt hat sie an der Realisierung eines Spots mit Manuel Neuer für einen Versicherer oder auch an einem Trailer für das „ZDF heute-journal“ mitgewirkt. Doch vor allem ist sie in den letzten Jahren gefragt für Kurzfilmprojekte vieler junger Regie-Kollegen: der Dokumentarfilm „Freiräume“ von Filippa Bauer, der in kurzen, ganz klaren Einstellungen die menschenleeren Wohnräume der Hauptprotagonistinnen zeigt; die Videoarbeit „Bodysnatcher“ von Benjamin Ramírez Pérez, die Ausschnitte aus einem 70er-Jahre-Film mit Neuaufnahmen von Requisiten und Objekten aus diesem Werk kombiniert, welche der Filmemacher rekonstruiert hat; oder „Approaching the Puddle“ von Sebastian Gimmel (bei „blicke 23“), ein Film, der eine Frau beim Tanzen im Freien beobachtet – in Totalen oder in Nahaufnahmen von ihren gelben Gummistiefeln.

„Rendezvous“ (2013), Claire Jahns Diplomfilm an der FH, ist die dritte gemeinsame Arbeit mit „Zu dir?“-Regisseurin Sylvia Borges, die mit diesem Kurzspielfilm ebenfalls ihr Diplom absolviert hat, und zwar an der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM). Carla, Mitte 20, ist verliebt in Jacob, Mitte 40! Sie lässt alles stehen und liegen und reist per Anhalter zu ihm nach Paris. Doch weder das Rendezvous noch die „Stadt der Liebe“ entspricht ihrer romantischen Wunschvorstellung

Zwei Jahre zuvor entstand „Cristina“ (2012), das filmische Porträt der 30-jährigen, erfolglosen Sängerin Cristina Brust-Nusslinger – verkörpert von Regisseurin Claudia Sárkány – deren Arbeitsalltag immer neue desillusionierende Erfahrungen bereit hält. Doch nichts hält sie davon ab, weiter voll naivem Idealismus ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung zu verfolgen.

Zwei Filme – ein gemeinsames Ziel: Die Protagonistinnen wollen ihre Träume verwirklichen! Sie sind vernarrte Träumer, die sich der Realität verweigern und alles, was sie zu geben in der Lage sind, in einen Traum investieren. Claire Jahn fängt dies mit ihrer Kamera ganz bewusst in verschiedenen Einstellungsgrößen ein. Aber immer liegt der Fokus klar auf den Hauptdarstellerinnen, es gibt keine Szene ohne sie. Doch während in „Rendezvous“ die Kamera häufig sehr dynamisch ist, wirkt sie in „Cristina“ meistens sehr konzentriert. Doch vor allem zeigt Claire Jahn mit ihrer Bildgestaltung immer wieder ein klares Bild von den inneren Gefühlen der Figuren: Die Enttäuschung in Carlas Gesicht, nachdem sie von Jacob erfährt, dass dieser inzwischen eine andere hat, oder das starre Beharren auf dem Traum von der gefeierten Sängerin, das Cristina mit ihrem festen Blick in die Augen des Betrachters suggeriert. Und dann wirken sie beide auch wieder ganz verloren in ihrer Welt: Carla in einem großen, teuren Hotelzimmer, das keine Wünsche offen lässt, und Cristina in dem eher dunklen Restaurant mit den singenden Kellnern, in dem sie arbeitet. Die beste Kameraarbeit, sagt Claire Jahn, ist für sie die, die niemand bemerkt, eine, die Grenzen zwischen Geschichte und Aufnahme verwischt. Das Verwischen der Grenzen zwischen Traum und Realität gehört zweifelsohne dazu. Das Schaffen einer fast realen Illusion, und sei es nur für den Moment, ebenso. Das ist Kino!

Claire Jahn, geboren 1986 in München. Bereits während der Schulzeit realisierte sie eigene Filmprojekte mit Freunden. Von 2005 bis 2013 studierte sie im Studiengang „Kamera“ an der FH Dortmund. Neben ihrem Studium arbeitete sie als freischaffende Kamerafrau und Kameraassistentin. Seit 2014 ist sie als Kamerafrau für verschiedene Kurzfilm-, Trailer- und Werbeproduktionen tätig.

Gäste: Claire Jahn, Sylvia Borges, Claudia Sárkány
Moderation: Dirk Steinkühler

Dirk Steinkühler ist gelernter Buchhändler, hat in Bochum Filmwissenschaften studiert und betreibt das Art House Kino Filmpalette in Köln

19:30 Programm X

Christ/el | 2016 | 8‘35‘‘ | super 8 | Doku*
Andreas Grützner, Hamburg
Aus Super-8-Material und alten Tonbandaufnahmen aus den 1970er Jahren wird ein Familienportrait arrangiert, in dessen Mitte die Frage nach dem Glauben steht. Die Impressionen eines scheinbar idyllischen Dorflebens am Rande der Ostzone umreißen zugleich das Bild einer Gesellschaft und der Zwänge, die ihr zugrunde liegen.
Andreas Grützner ist unabhängiger Filmemacher und spezialisiert auf dokumentarische Formen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagoge hat er 2011 das inklusive Kurzfilmfestival KLAPPE AUF! ins Leben gerufen.
Produktion: Eigenmittel 

Aus westlichen Richtungen | 2016 | 61’00‘‘ | BluRay | Essay
Juliane Henrich, Berlin
Musik: Manuela Schininá
Der Film geht von der kindlichen Frage aus, was ‚den Westen‘ mehr sein lässt als eine Himmelrichtung; und legt dann Spuren davon frei, wie dieser sich als Gesellschaftsmodell in die bundesrepublikanische Nachkriegsgeschichte eingeschrieben hat. In den Suchbewegungen der Bilder pendelt die Erzählerin zwischen Reflexionen über moderne Architektur, Eigentumsverhältnisse und Szenen der eigenen Kindheit mit den Eltern aus einer K-Gruppe.
Juliane Henrich, 1983 geboren, studierte Literarisches Schreiben und Kunst und Medien. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen Festivals und in unterschiedlichen Ausstellungskontexten gezeigt.
Produktion:
gefördert durch die Filmstiftung NRW und das Medienboard, Berlin-Brandenburg

Diskussion: 20:15 – 20:45h

Moderation: Natascha Frankenberg

21:30 Preisverleihung

 

*Aus-blicke, außer Konkurrenz

Filmstills

CaseStudy
Drive In
Schumania
Baggage Man
Geigenwerkstatt
Blaue Rosen in Paris
Patata day
Girl from Pegida
Flüchtlinge bekommen in Deutschland dickes Händy
Feuer Wasser Erde Luft und Zeit
Parachute Dreams
Mit dem Wackeldackel durch den Ruhrpott
Starglue Sniffer-Black Space Riders
Rendevouz
Cristina
Christ/el
Aus westlichen Richtungen