10 Jahre blicke aus dem ruhrgebiet

Impressionen vom Festival

Impressionen vom Festival

Wir freuen uns ganz besonders, in diesem Jahr das Festival zum zehnten Mal veranstalten zu können. In den zehn Jahren blicke aus dem ruhrgebiet haben wir viel Engagement investiert und sind der Meinung, es hat sich gelohnt. Viele und immer wieder neu hinzukommende FilmemacherInnen haben uns mit ihrer Beteiligung ihr Vertrauen geschenkt. Nicht wenige schätzen das Festival als Forum erster öffentlicher Feuerproben oder als Gelegenheit ihre Produktionen jenseits der Projektionsnormen der Sendeanstalten zu zeigen und zur Diskussion zu stellen. Unser programmatisches Festhalten am Nebeneinander von (semi)professionellen und Amateurproduktionen fordert uns immer wieder zu Entscheidungen heraus, die von zielgerichteter Sicherheit, aber auch von gespannter Unsicherheit und dann doch Wagemut begleitet werden. Diese Offenheit wird während der Festivaltage auch von den FilmerInnen und vom Publikum erwartet, wobei bislang nicht jede Befremdlichkeit überwunden, doch so manche Gratwanderung bewältigt wurde. Es gehört zum besonderen Charme von blicke aus dem ruhrgebiet Garant für aussergewöhnliche Begegnungen zu sein.

In den zehn Jahren haben wir im Wettbewerb die Entwicklung vieler FilmemacherInnen beobachtet, begleitet und etliche Begeisterung für Themen, Ideen und Formen geteilt. Wir hatten in den Rahmenprogrammen spannende Persönlichkeiten zu Gast, historische und aktuelle medienpolitische Fragen in der Diskussion und haben auf den Drehort Ruhrgebiet geschaut. Wir wurden von Freundinnen und Freunden des Festivals ermuntert und beraten. Wir waren ein Forum für interessante Auseinandersetzungen, es wurden Kontakte geknüpft und Ideen entwickelt, es wurde heftig diskutiert und herzlich gelacht. Ungenügende und oft bis zum letzten Moment unsichere Finanzierung haben uns mit viel mehr unbezahlter als honorierter Arbeit großes Durchhaltevermögen abverlangt. Daneben haben auch private und vor allem öffentliche Geldgeber die Aufrechterhaltung und Entfaltung eines Festivals ermöglicht, das eine ganz besondere regionalpolitische Bedeutung gewonnen hat.

Wir danken allen, die einen Beitrag zum wiederholten Gelingen des Festivals geleistet haben.

Ein zehnjähriges Jubiläum feiern, heisst auch Zukunftspläne zu schmieden und visionär zu sein. Wir möchten zum einen weiterhin Impulse geben für Produktionen, die voller Wagnis sind, die jenseits kommerzieller Kriterien einen persönlichen Stil und die Freude am Experimentieren mit dem Medium Film zum Ausdruck bringen. Zum anderen möchten wir da, wo es speziell um die Bespiegelung des „ach so bekannten Ruhrgebiets“ geht, noch mehr als bisher zur treibenden Kraft von Auseinandersetzungen werden, die sich um die Schaffung neuer Bilder und Bildsprachen bemühen, die sich neue Motive suchen und die Blicke über die nostalgischen hinaus riskieren.

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