blicke geht mit dem Querdenker-Preis 2016 auf Tour

Mit "Aus westlichen Richtungen" gewann Juliane Henrich den Querdenker-Preis 2016. Wir zeigen ihn Mitte März in Bochum und in Dortmund.

Freitag, 20. Januar 2017

Juliane Henrich, die  beim 24. blicke filmfestival des ruhrgebiets im vergangenen November mit ihrem dokumentarischen Essay „Aus westlichen Richtungen“ den von Trailer gestifteten Querdenker Preis gewann kommt für zwei Aufführungen ins Ruhrgebiet. Mit zwei verschiedenen Vorfilmen zeigt blicke ihren Film im Kino Endstation in Bochum und im Künstlerhaus in Dortmund.
An beiden Abenden stellt sich Juliane Henrich den Fragen und Anmerkungen des Publikums.

15. März, 20 Uhr Kino Endstation, Wallbaumweg 108

Vorfilm aus dem blicke-Fundus:

WEG.E-A.WAY | 2010 | 9‘| experimentelle Doku  
Regie: Ulf Staeger  Kassel
Kamera, Schnitt: Jörn Staeger
Von Duisburg über Kassel nach Leipzig: Eine Collage aus kontrastierenden Stadtlandschaften aus sieben deutschen Städten.

Aus westlichen Richtungen | 2016 | 61’00‘‘ | Essay
Juliane Henrich, Berlin, Musik: Manuela Schininá
In 61 Minuten geht Henrich der Frage nach, was ‚den Westen‘ mehr sein lässt als eine Himmelrichtung. Bilder von westdeutscher Nachkriegsarchitektur verbinden sich mit Innenaufnahmen aus dem Haus des Großvaters, Reflexionen über moderne Architektur und Eigentumsverhältnisse mit Versatzstücken der  K-Gruppen Ideologie ihrer Eltern.

„In der Zeit, in der ich zu verstehen begann, dass Westen und Osten sich auf andere Weise unterschieden, als Norden und Süden es taten, bekam ich eine Ahnung davon, was der Westen sein musste. Ich glaubte, ein Gefühl der Überlegenheit aus der Stimme der Erwachsenen herauszuhören, wenn sie vom Westen sprachen. Ein zurückhaltendes und doch deutliches 'wir' im Gegensatz zu 'denen'. Die größte Selbstverständlichkeit lag darin, und es hatte etwas mit Autobahn-Dreiecken, Kaffeefiltern und der Bundesgartenschau zu tun.“

 

17. März, 17:30 Uhr, Künstlerhaus Dortmund,  Sunderweg 1

Vorfilm

schleifen | 2014 | 6 min
Juliane Henrich, Berlin

Was ist es, das eine Stelle zum Ort werden lässt? Alte Dörfer werden geschleift, also abgetragen. An anderer Stelle werden sie neu aufgebaut und die Bewohner dorthin umgesiedelt. Die neuen Häuser erinnern nicht an die alten, Kirchen und historische Gebäude finden sich im neuen Ort nicht wieder. Nur die Friedhöfe werden verlegt und die Straßennamen bleiben erhalten – immer mit dem Hinweis "neu“. In langsamen Fahrten durch alte und neue Siedlungen verschränkt der Film Ansichten von etwas, das "Heimat“ sein könnte.

Aus westlichen Richtungen | 2016 | 61’00‘‘ | Essay
Juliane Henrich, Berlin

Juliane Henrich, 1983 geboren, studierte Literarisches Schreiben und Kunst
und Medien. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen Festivals und in unterschiedlichen Ausstellungskontexten gezeigt.