Abfahrt Hagen West - oder doch Salzgitter?

Wer nicht ausgiebig in den einzelnen Tagen serven will, findet hier das Festivalprogramm 2015 auf einen Blick.

Donnerstag, 12. November 2015

Ein schwindelerregender Trip durch Salzgitter, eine Stadt wie ein Cyborg. Mit stählernem Skelett und einem Herz das schlägt. Es schlägt in 1000 Metern Tiefe unter Schichten aus Erde und Beton. Salzgitter und Hagen sind nur einige der Orte, die während des 23. blicke filmfestival im Bochumer Kino Endstation aufgesucht werden. 5 Tage lang, vom 25. – 29. November 2015 dreht sich hier wieder alles um verschiedenste Facetten des bewegten Bildes.

Am Mittwochabend den 25. Nov. wird ab 18 Uhr eröffnet, empfangen und mit der Performance „Schnitte aus dem Ruhrgebiet“ blicke 2015 eingeläutet. Orte suchen, sich ihnen nähern, ihre Menschen beobachten, sich selbst verorten, das ist der rote Faden des diesjährigen Programms, der die Schauenden mitzieht. Von den Spuren der Väter bis zum Ende der Kohle quer durch das Ruhrgebiet, in ein Hochhaus nach Köln, zu Weddingrooms in die USA, Aprikosenbäumen in der Türkei und Beduinen in Syrien wird das Publikum mit auf Reisen genommen.

Die Ausstellung Gefahr im virtuellen Raum mit ihren Installationen ist eine der spannendsten Stationen zum Einsteigen auf der diesjährigen Festivalfahrt. Sie befindet sich im Raum 6 im oberen Kinofoyer und kann während der gesamten Festivalzeit besucht werden. Dort verschmelzen Realität und digitaler Raum zu einem interaktiven Krimi, der in einem langen Flur, einem Spiegelraum und mit weiteren Überraschungen den Blick auf verschiedenste Projektionsflächen eröffnet und die Sehenden zu einem Teil der Szenerie werden lässt.
Die Hauptverdächtigen für diese Tat sind Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Dortmund und der Folkwang Universität der Künste Essen, die während der Diskussion Expanded Cinema am Samstag ab 14 Uhr verhört werden können.

Wir bitten um weitersagen, wiederkommen, generell vernommen. Gesonnen und kritisch. Ästhetisch und politisch. Aktiv und partizipativ aber auch passiv. Individuell und in Scharen, lautes Gebaren. Kommt gefahren, gelaufen, gerannt. Wir freuen uns auf euch mit offener Hand. Gemeinsam wollen wir ihm uns hingeben, unserer großen Leidenschaft – dem Film.