Preisträger*innen

Blicke Filmfestival // Preisträger*innen

Blicke Filmfestival

Noch nie waren so viele Filme im Programm wie bei blicke27 - und diese haben es unserer Jury ganz und gar nicht leicht gemacht. Insgesamt vergab die Jury fünf Preise und sprach eine lobende Erwähnung aus. Auch das Publikum hat entschieden. Wir gratulieren den Gewinnerinnen herzlich.

Erster Hauptpreis, gestiftet von den Stadtwerken Bochum

Nachts kommen die Bilder von Ulrike Korbach 

Jurybegründung: 

Das dokumentarische Langzeitprojekt lässt uns Teil einer Familie werden, deren Schicksalsschläge von außen betrachtet unerträglich scheinen. Durch die empathische, sensible und zu keiner Zeit voyeuristische Arbeit der Regisseurin haben wir Teil an unerwarteter Solidarität, unerschütterlichem Vertrauen und bedingungsloser Liebe. Ein berührendes Portrait über das, was Familie selbst unter widrigen Bedingungen auch beinhaltet: Zusammenhalt.

 

 

 


Zweiter Hauptpreis, gestiftet von der Langendreer Dorfpostille

Luca (m/w/d) von Hannah Schwaiger und Ricarda Funnemann

Jurybegründung:

Das getanzte Portrait findet in einem Wechselspiel aus den Medien Fotografie, Sound und Bewegtbild die passenden Bilder für das, was dem Künstler / der Künstlerin wichtig ist: Vielfalt und Freiheit. Was für ihn / sie früher schwierig war, fügt sich zu einem Ganzen, dessen Grenzen aber bewusst verschwimmen: zwischen Künstlerportrait und Tanzfilm, zwischen Natur und Kultur und zwischen Mann und Frau.

 


aus-blicke-Preis

Die letzten Kinder im Paradies von Anna Roller

Jurybegründung:

Die zeitlose Coming-of-Age-Geschichte verschmilzt universelle Themen von erwachender Sexualität und Erotik, Liebe, Erwachsenwerden und Tod. Die enge Beziehung zwischen Großmutter und Enkeln spiegelt sich in der Wärme des Looks und im Titel. Die bewusste Beschränkung des Bildes durch das 4:3-Format und das nicht-urbane Setting kreieren eine erhoffte Welt, aus der die Protagonistin am Ende gestärkt hinaustritt.

 


gender & queer-Preis, gestiftet von Gleichstellungstelle der Stadt Bochum

Riot not Diet von Julia Fuhr Mann

Jurybegründung:

Gender und Queerness werden in diesem Film eher implizit thematisiert. Explizit ausgestellt wird aber die pralle, dralle Lebensfreude der Protagonistinnen, die sich nicht um Körpernormen scheren. Die Regisseurin findet hierfür mal poetische, mal anarchische Bilder, die laut, bunt und lustbetont sind. Ein Film der zeigt, dass feministischer, antikapitalistischer Aktivismus und der Kampf gegen Body-Shaming Spaß machen kann und soll. Ästhetische Provokation und einfach Punk!

 


Querdenker-Preis, gestiftet von trailer ruhr

023_Greta_S von Annika Birgel

Jurybegründung:

Die klassische Casting-Situation entpuppt sich schnell als Verhör, in dem es nicht um die schauspielerischen Qualitäten geht. Die filmische Versuchsanordnung macht die psychische Gewalt im Gesicht der Protagonistin anschaulich. Für sie, wie für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist die Situation gleichermaßen unerträglich und unausweichlich. Das Besondere an diesem Beitrag zur MeToo-Debatte ist, dass derjenige, der Macht ausübt und missbraucht, weitegehend unsichtbar bleibt, während die davon betroffene Frau im Fokus steht. 

 

 


Lobende Erwähnung 

RIAFN von Hannes Lang

Jurybegründung: 

Der Filmemacher eröffnet uns einen Zugang zu den Klangwelten der Berge. Über die präverbale Kommunikation von Alp zu Alp entwickelt sich für das Publikum das musikalische Ereignis einer Alpensinfonie, das alle Elemente des natürlichen Panoramas feiert. Bildsprache und Montage schaffen eine intime Nähe zu dem Unfassbaren.

 


Publikumspreis, gestiftet von Bahnhof Langendreer

Nicht im Traum von Astrid Menzel