Freitag, 17. November 2017

17:00 Programm VI

Living Trailer:

Mirror | 2016 | 5'17'' | HD | Experimentalfilm*
Idee/Regie/Schnitt: Anna Lytton, Köln

Kamera: Marie Zahir
Musik: Mike Majkowski
Darstellerin: Susanne Grau
Berühren oder berührt werden, sichtbar machen oder verhüllen? Bleistiftlinien auf der Haut offenbaren das Innerste und ergeben ein Zusammenspiel zwischen Körper und Zeichnung.
Anna Lytton, 1983 in Aachen geboren, studierte an der KHM Köln. In ihren
Zeichnungen und Filmen beschäftigt sie sich assoziativ mit Körper und Identität.

Produktion: KHM Köln

Nick | 2017 | 16' | HD | Doku*
Idee/ Regie: Nick Kempf, Wuppertal und Julian Pawelzik, Köln

Schnitt/ Kamera: Julian Pawelzik
Als Nick in die Pubertät kommt, weiß er nicht mehr, wer er ist. Die Begegnung mit einer jungen Frau, die sich die Brüste abbindet, verändert sein Leben.
Julian Pawelzik studiert seit 2013 an der KHM Köln mit dem Schwerpunkt Spielfilmregie. Zudem ist er seit 10 Jahren als freier Mitarbeiter im Medienprojekt Wuppertal tätig.
Produktion: Medienprojekt Wuppertal


Y | 2017 | 23' | HD | Fiktion | Premiere
Idee/Regie: Gina Wenzel, Wuppertal

Kamera/Schnitt: Andreas Wiechers
Musik: Moby
Darstellerinnen: Maelle Giovanetti, Gina Haller
Laura gehört der Ich-Ich-Ich-Generation an und ist stets auf der Suche – wonach, das weiß sie selbst nicht recht. Bis sie eines Nachts auf Safi trifft: Eine Begegnung, die Laura einen Denkanstoß gibt.
Gina Wenzel, geboren in Düsseldorf, absolvierte 2012 ihren Bachelor of Arts social work in den Niederlanden. Es folgte eine Hospitanz am Düsseldorfer Schauspielhaus und das Studium Film an der FH Dortmund. Zurzeit studiert sie postgraduiert Mediale Künste an der KHM in Köln.
Produktion: unterstützt durch Kulturfonds Wuppertal, Jäckstädt Stiftung und Lesben in NRW

Iem Se Kuun Den Taakt | 2017 | 09'23'' | HD | Essay | Premiere
Nora Reul, Bochum

Kamera: Nora Reul, Lioba Reul
Sie tanzt ohne Rhythmus und hält Schnecken als Haustiere. Doch dann entdeckt eine junge Frau etwas, was fortan ihrem Leben den Takt vorgibt: Die Zeit.
Nora Reul, geboren 1990 in Münster, hat bis 2014 an der FH Bielefeld im Fachbereich Gestaltung studiert und dort ihren Bachelor gemacht. Danach hat sie ihr Zweitstudium an der TU Dortmund aufgenommen und studiert nun Kunst und Germanistik auf Lehramt.
Produktion: Eigenmittel

Diskussion: 18:00h
Moderation: Natascha Frankenberg

 

19:00 Werkstattgespräch I

Werner Nekes - Das Leben zwischen den Bildern | 2017 | 88' | HD | Doku
Idee/Regie: Ulrike Pfeiffer, Hamburg
Schnitt: Kawe Vakil
Musik: André Feldhaus
Sprecherin: Hannelore Hooger

Die Experimentalflme von Werner Nekes‘ (1944 bis 2017) verfolgten stets einen avantgardistischen Ansatz. Er selbst war eine zentrale Figur im bundesdeutschen Kunstschaffen des letzten halben Jahrhunderts. Sein leidenschaftliches Interesse galt der Erforschung der Wahrnehmung und der Erschaffung einer kinematographischen Wirklichkeit. Er wollte keine Filme über die Wirklichkeit machen – er wollte zeigen, was normalerweise nicht zu sehen ist. Seine Vorstellungen vom radikalen Kino gab er an die nächste Generation weiter, als er an der Kunsthochschule in Hamburg lehrte – und schaute zurück bis zu den Anfängen: Seine kinematographische Sammlung von Weltrang umfasst 40.000 Objekte aus der Vorgeschichte des Kinos. Eine Sammlung, die zeigt, wie im Laufe von Jahrhunderten, sogar Jahrtausenden, eine apparative Wahrnehmung entwickelt wurde, die den Bogen spannt von der Entdeckung des apparativen Charakters der natürlichen Wahrnehmung bis zur Produktion von Sehmaschinen, z. B. dem flmischen Apparat.

In ihrem Dokumentarflm stellt Ulrike Pfeiffer das Schaffen und Werk von Werner Nekes in den Vordergrund. Sie zeigt ihn inmitten seiner Sammlung in Mülheim an der Ruhr und im Gespräch mit Freunden, Kollegen und Zeitgenossen wie Alexander Kluge, Bazon Brock, Bernd Upnmoor, Anthony Moore - und Helge Schneider, für den Nekes ein wichtiges Vorbild und ein früher Förderer war.

Ulrike Pfeiffer, geboren 1951 in Korbach, Kreis Waldeck. Fotografielehre und Studium der Künstlerischen Fotografie an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln. Filmstudium an der Deutschen film- und fernsehakademie (dffb) Berlin. Freie Regisseurin und Produzentin von Kurz- und Langfilmen, u.a. ARTE Kurzschlussbeitrag über Werner Nekes, Langfilm "Rokoko" ( ARTE, MOMA, N.Y., 1997). Arbeiten als Kamerafreu und Fototgrafin für Kino, TV und die Stidtung Historische Museen Hamburg.
Produktion: TAG/TRAUM Filmproduktion, Köln
Kontakt: www.ulrikepfeiffer.com

Diskussion: 20:30h
Moderation: Elisa Linseisen

 

21:30 Programm VII

Living Trailer: "Revierderby", Leuchtstoff

Blastogenese II | 2017 | 2'45'' | 16mm | experimentell
Conrad Veit und Charlotte Maria Kätzl, Braunschweig

Angelehnt an die Bildimaginationen der 1950er Jahre, hält diese Science-Fiction-Naturdoku den Kampf vom Gebären, Leben, Fressen und Sterben skurriler Kreaturen fest – Kreaturen, irgendwo auf der Grenze zwischen Menschlichem, Tierischem und Evolutionsphantasien fremder Welten.
Conrad Veit, 1987 in Duisburg geboren, ist Kulturjournalist und freischaffender Künstler mit einem Schwerpunkt im Bereich Experimentalflm und Videoinstallation. Entgegen den Zeiten von 4K und einem Alles-Sichtbarmachen entfernt sich Conrad Veit dabei vom Realismus im Film und enthebt Filmraum der reinen Wirklichkeitsabbildung.
Charlotte Maria Kätzl
, 1993 in Rosenheim geboren, ist freischaffende Künstlerin mit einem Schwerpunkt im Bereich bildhauerischer Installation und Kostüm: Performativ eingesetzte Kostümarbeiten, die sich aus tierischen und menschlichen Attributen kreuzen und die Grenzen zwischen den Geschlechtern verwischen.
Produktion: Eigenmittel

6 7 8 | 2017 | 7'32'' | HD | Experimentalfilm | DE-Premiere*
Idee/Regie: EunJin Park, Köln

Schnitt: Kijong Kim
Musik: Gerald Schauder
Darsteller: Axel Haefner

Stets aufs Neue geformt und ins Dunkel geworfen, führen drei Köpfe ein absurdes Dasein der immer gleichen Abläufe. Doch dann tritt eine unvorhergesehene Abweichung ein...
EunJin Park, 1984 in Seoul geboren, studierte von 2003 bis 2008 bildende Kunst an der Han-Sung Universität in Korea. Seit 2011 studiert er an der KHM Köln.
Produktion: mit Unterstützung der KHM Köln

punk_im_alter_die_kassierer | 2016 | 51'03'' | HD | Doku | NRW-Premiere
Idee/Regie/Kamera: Olaf Ballnus, Hamburg
Schnitt: Johannes Wißmann
Musik: Die Kassierer u.a.
Satirischer Geniestreich und/oder Gipfel des Stumpfsinns – in über 30 Jahren Bandgeschichte ist den als „Kassierern“ bekannten Altmeistern des Vulgärpunks so einiges vorgehalten worden. Immerhin haben sich die vier Rampensäue aus Wattenscheid bis auf die Late-Night-Bühnen des bundesdeutschen Privatfernsehens vorgesuhlt. Im Dokuportrait ziehen die jugendgefärdenden Krawallmacher und ihre Wegbegleiter Bilanz.
Olaf Ballnus, 1962 in Bochum geboren, gründete 1982 zusammen mit Wolfgang Wendland das BALUBA Programmkino in Langendreer. Nach einem Fotografiestudium an der Uni Essen und FH Kiel, eröffnete er ein eigenes Studio in Hamburg und arbeitet seit jeher redaktionell für Magazine und Agenturen.
Produktion: Eigenmittel

Diskussion: 22:40h
Moderation: Gavin Karlmeier

 

*Aus-blicke, außer Konkurrenz